05.10.2017 - 20:00 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Kompetente Referenten bei der Siedlergemeinschaft Friedenfels Geballte Infos, kritische Fragen

Rauchmelder werden zum Jahreswechsel Pflicht. Aber auch das Thema Einbau von Ultraschallwasserzählern in Friedenfels bescherte der Siedlergemeinschaft ein volles Haus.

Otmar Zeitler (rechts), Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Friedenfels, dankte Wassermeister Wolfgang Haberkorn (links) für die umfassende Auskunft zu den neuen Ultraschallwasserzählern und dem ehemaligen Kreisbrandmeister Willi Duschner (Mitte) für seine Hinweise zur Installation von Rauchmeldern. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

Otmar Zeitler, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Friedenfels, freute sich beim Informationsabend im Gasthof "Goldener Engel" über zwei kompetente Referenten. Der ehemalige Kreisbrandmeister Willi Duschner aus Wernberg und Wassermeister Wolfgang Haberkorn vom Wasser-Zweckverband Pfaffenreuth leisteten bei den wissbegierigen Besuchern Aufklärungsarbeit und beantworteten teils kritische Nachfragen.

Giftige Gase

"Rund 500 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Bränden, 70 Prozent davon nachts", wusste der ehemalige Chef der Feuerwehr, Willi Duschner. "Die meisten verlieren ihr Leben, weil sie im Schlaf giftige Rauchgase einatmen. Weil die Geruchswahrnehmung im Schlaf beeinträchtigt und das gefährlichste Gas Kohlenmonoxid zudem geruchlos ist, wird die Zeit bis zur Bewusstlosigkeit schnell erreicht. Die Rauchmelder warnen." Duschner gab zudem Auskunft, wo die kleinen "Lebensretter" zu montieren sind: "Schlaf- und Kinderzimmer, aber auch Flure, die als Rettungswege aus anderen Zimmern dienen, müssen laut Verordnung mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet werden. Auch in Einzimmerapartments müssen Rauchmelder angebracht werden. Im Treppenhaus oder im Keller gilt die Regelung nicht. Genauso in Küche und Badezimmer, da Wasserdampf und Rauch einen Fehlalarm auslösen können." Weiter interessierte die Besucher, wer die Rauchmelder installieren muss. Willi Duschner: Bei selbst genutztem und vermietetem Wohnraum ist es der Eigentümer. Verantwortlich für die Rauchmelder, Wartung und Betriebsbereitschaft in Mietwohnungen ist der Mieter; es sei denn der Eigentümer übernimmt die Wartung selbst. Tipps hatte der ehemalige Kreisbrandmeister auch für den Ankauf: "Man sollte unbedingt auf das Qualitätszeichen "Q" achten. Dies stehe für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter Langlebigkeit und höherer Sicherheit vor Fehlalarmen. "Dieses Qualitätszeichen setzt das CE-Zeichen voraus und ergänzt die dafür vorgesehenen Anforderungen", erklärte Willi Duschner.

Rege diskutiert wurde anschließend der im Frühjahr vom Gemeinderat gefasste Beschluss zur Anschaffung von Ultraschallwasserzählern für alle Haushalte. Hier leistete Wassermeister Wolfgang Haberkorn vom Wasser-Zweckverband Pfaffenreuth umfassende Aufklärung. So seien die bisher verwendeten Flügelradzähler mittlerweile auch hygienisch bedenklich, fehleranfällig und messungenau. Aus hygienischer Sicht würden die neuen Zähler auch vom Wasserwirtschaftsamt ausdrücklich begrüßt, wusste Haberkorn.

Auslesen an einem Tag

Die Ultraschallzähler beinhalten einen Sender und Empfänger, geben ein Signal ab und messen den Durchfluss. Die Zähler sind vakuumiert, so dass keine hygienischen Bedenken beim Einbau oder Wechsel auftreten können, so Wolfgang Haberkorn. Mittels Fernauslesegerät könnten die Wasserzähler im gesamten Ort gleichzeitig an einem Tag abgelesen werden, berichtete der Wassermeister weiter. Aus datenschutzrechtlichen Gründen gebe es keine Bedenken, da nur die Zählerstände der einzelnen Anwesen weitergegeben würden. "Eine absolut genaue Messung wird bescheinigt. Auch Kleinstmengen werden durch den Zähler erfasst." Ein Betreten der einzelnen Häuser durch Gemeindebedienstete sei nicht mehr erforderlich.

Länger geeicht

Die Zähler könnten auch jederzeit bei Verdacht auf Rohrbrüche ausgelesen werden. Der größte Vorteil sei allerdings die Eichzeitverlängerung auf bis zu 15 Jahre. So entfalle ein Wechsel des Zählers alle sechs Jahre, sagte Wolfgang Haberkorn und listete bei seiner Präsentation auch die anfallenden Kosten für Kommunen und Hausbesitzer auf. Auch aufkommende Bedenken wegen einer Strahlenbelastung bei der Fernübertragung der Informationen konnte der Wassermeister zerstreuen. "Die Signalstärke ist nur ein Bruchteil gegenüber der des täglich benutzten Smartphones." Den vom Hersteller geforderten Wasserzählerbügel befürwortete Wolfgang Haberkorn, da er einen spannungsfreien Einbau des Ultraschallwasserzählers ermögliche. "Bei den Wasserinstallationen in den letzten Jahren wurden die Bügel sowieso schon verbaut und waren Norm", so der Wassermeister.

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