13.04.2018 - 18:00 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Naturpark-Geschäftsführer zieht hochzufrieden Bilanz Artenschutz und Besucherlenkung zeigen Erfolg

Ausführlich und detailliert informierte Ernst Tippmann über das Geschäftsjahr 2017. Der Geschäftsführer des Naturparks Steinwald verwies mit Stolz auf das große Engagement und die Einsatzbereitschaft. "All das Geleistete konnte nur gemeinsam erreicht werden." Tippmann präsentierte der Versammlung dabei eine Vielzahl von Stellen, die für die durchgeführten Arbeiten und Maßnahmen mit ins Boot geholt werden mussten.

Naturpark-Vorsitzender Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg (rechts) dankte Geschäftsführer Ernst Tippmann (links) bei der Jahreshauptversammlung mit einer Digitalkamera für die wertvolle Arbeit. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

Der Geschäftsführer richtete deshalb ein herzliches "Vergelt's Gott" an die privaten Waldbesitzer, die Bayerischen Staatsforsten, die Friedenfelser Betriebe, die Stadt Augsburg, die Kommunen, die Steinwald-Allianz, das Landratsamt Tirschenreuth, das Amt für Ländliche Entwicklung sowie den Landschaftspflegeverband, den Geopark Bayern-Böhmen, die Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth, den Verein Kulturlandschaft Südlicher Steinwald, die Bergwachtbereitschaft Fuchsmühl, die Dorfgemeinschaft Herzogöd, den Heimat- und Kulturverein Waldeck, den Fichtelgebirgsverein und den Oberpfälzer Waldverein. Ein Besuchermagnet sei nach wie vor das Rotwildgehege beim Waldhaus, berichtete Tippmann. Nach der umfangreichen und arbeitsintensiven Zaunsanierung soll in diesem Jahr die Fertigstellung einer Futterhütte erfolgen. In Planung für das Gehege sei zudem ein kleiner Futterautomat - für Kinder bestimmt besonders attraktiv. Weiter vorangetrieben wurde auch die Besucherlenkung. Ernst Tippmann: "Ein Großteil unserer Arbeit bestand darin, durch gezielte Maßnahmen die Besucher von geschützten Gebieten fernzuhalten." In den Wintermonaten erfülle dieses Vorhaben seit vielen Jahren mustergültig auch die Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe mit der gespurten Steinwaldloipe. Tippmann erinnerte an das erneute Aufstellen der Amphibienschutzzäune beim Griesweiher. Über 10 000 Amphibien hätten Robert Mertl und Siegfried Steinkohl vom Verein Kulturlandschaft Südlicher Steinwald seit Beginn der Maßnahme "über die Straße gesetzt und beim Überqueren geholfen".

Flussperlmuschel

Umfangreich und zeitintensiv waren die zahlreichen Artenhilfsprojekte des Naturpark Steinwalds. Hierzu zählte der Geschäftsführer die ökologische Aufwertung von Perlmuschel-Gewässern mit der Flussperlmuschel im Steinwald, das Artenhilfsprojekt Kreuzotter sowie die Bestandsstützung von Arnika und Katzenpfötchen und das Artenhilfsprojekt Feuersalamander. "Neu aufgenommen haben wir auch die Überarbeitung der vor bereits 20 Jahren gemachten Bestandserhebung zur Fledermaus im Steinwald." Besonderen Dank zollte Ernst Tippmann hier Robert Mertl aus Friedenfels, der bisher diese Artenhilfsprojekte umfangreich betreut hatte. "Als angehender Rentner wird er jedoch ab diesem Jahr bei den Projekten etwas kürzer treten und der Naturpark musste sich um die Nachfolge kümmern", informierte Tippmann. Mit Susanne Ullmann aus Kulmain und Andreas Schmiedinger aus Nagel konnte man zwei Fachleute gewinnen, die diese Projekte zukünftig betreuen.

Lang war die Liste derer, denen Geschäftsführer Ernst Tippmann für die breite Unterstützung dankte. Der von der Versammlung gespendete Applaus galt jedoch besonders ihm. Der Vorsitzende des Naturparks Steinwald, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, überreichte Ernst Tippmann eine wertvolle Digitalkamera. "Ein Geschenk von mir persönlich, damit Sie weiterhin wertvolle und schöne Aufnahmen von unserem Naturpark machen können."

Wildpflanzenpark

Naturpark-Geschäftsführer Ernst Tippmann nutzte die Jahreshauptversammlung in Friedenfels, um auf einen wichtigen Termin hinzuweisen: "Am 16. Juni eröffnet rund um die Burgruine Waldeck ein essbarer Wildpflanzenpark unter der Trägerschaft des Naturparks Steinwald." Leonhard Zintl vom Heimat- und Kulturverein Waldeck habe dieses einzigartige Projekt seit 2016 vorangetrieben und dazu einen ausgewiesenen Experten für die Umsetzung verpflichtet. Unter Einbeziehung der unterschiedlichen ökologischen Ausstattung der einzelnen Bereiche wurde ein rund fünf Kilometer langer Wanderweg mit 13 Stationen geschaffen und mit über 800 Sträuchern und über 100 Bäumen bepflanzt, wusste Geschäftsführer Ernst Tippmann. (bsc)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp