Pfarrer Klaus Haußmann referiert über den Heiligen Geist
Lob für Papst Franziskus

Mit Friedenfelser Spezialitäten dankte Helmut Schaumberger (links) Pfarrer Klaus Haußmann für seinen Vortrag. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
21.03.2018
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"Heiliger Geist, wo bist du?" Pfarrer Klaus Haußmann aus Ammerthal versuchte, bei seinem Vortrag auf diese Frage eine Antwort zu geben. Das Referat, zu dem die Kolpingsfamilie und der Mütterverein in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Tirschenreuth eingeladen hatten, bildete den Auftakt des Jahresprogramms bei der Kolpingfamilie.

Stellvertretender Vorsitzender Helmut Schaumberger und die Anwesenden begrüßten den ehemaligen Friedenfelser Pfarrer mit langem Applaus. "In der Naturwissenschaft ist angesichts der modernen Erkenntnisse keine Rede vom Geist Gottes", meinte Haußmann. "Deshalb ist die Frage nach dem Heiligen Geist provokant und konstruktive Kritik durchaus angebracht." Ungewollt zähle für viele Menschen anfangs der äußere Eindruck. Allerdings stoße man dabei beim Heiligen Geist auf gewisse Probleme: "Schließlich ist ein Geist ja unsichtbar. Aber bereits in der Bibel finden sich Textstellen vom Heiligen Geist in einer sichtbaren Form und seine Existenz ist von Beginn an festgelegt." Die Bibel behandle den Heiligen Geist als Wesen in sichtbarer wie unsichtbarer Gestalt. Die äußere Erscheinung habe aber letztlich keinen Einfluss auf die Bedeutung für die Menschen: "Viel wichtiger sind die inneren Werte."

Die Bibel diene als Informationsquelle und verschaffe einen tiefen Einblick in den Charakter des Heiligen Geistes. "Er kann in jedem Menschen wohnen, der ihn in sich aufnehmen will", war sich Haußmann sicher. Die Entscheidung, sein Leben mit Jesus zu bestreiten, sei eine sehr persönliche Wahl. Deshalb handle auch der Heilige Geist in erster Linie in jedem persönlich. Dass dies oft ein schwieriges Vorhaben sei, räumte der Geistliche ein. Die Kirche trage selbst dazu bei, führte Pfarrer Haußmann der Versammlung die langen Diskussionen um Wiederverheiratete und Geschiedene beim Empfang der Eucharistie sowie weitere Knackpunkte vor Augen.

Der Redner lobte Papst Franziskus. Mit ihm sei ein Neuaufbruch in der Kirche gelungen und viele Menschen begrüßten diesen Willen. "Machen wir es wie der kleine Samuel, der betete und forderte, rede Herr, dein Diener hört. An diese Stimme glaube ich, und ab und zu glaube ich auch, sie zu hören. Dasselbe wünsche ich Ihnen auch", meinte der Pfarrer.
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