08.02.2018 - 20:00 Uhr
Friedenfels

Treffen der Behindertenbeauftragten aus dem Landkreis Trotz Handicap aktiv bleiben

Welcher Rollstuhl für welchen Nutzer? Beim Treffen der Behindertenbeauftragten aus dem Landkreis Tirschenreuth in der Friedenfelser Steinwaldhalle standen diese Hilfsmittel im Mittelpunkt. Der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Reinhard Schön, freute sich bei der Eröffnung, dass 16 Gemeinden und Städte ihre Beauftragten zu dieser Zusammenkunft entsandt hatten.

Die Behindertenbeauftragten des Landkreises Tirschenreuth trafen sich in Friedenfels zu einer gemeinsamen Sitzung. Bernhard Schön (rechts) dankte Peter Steinhauser und Gemeindemitarbeiterin Irene Wenning (hinten, Dritter und Vierte von rechts) für die Ausrichtung sowie Stefan Kessler (sitzend links) und Tobias Schwab (stehend, Zweiter von links) für ihren Vortrag. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

Sein Dank galt den Ausrichtern der Gemeinde Friedenfels, Peter Steinhauser und Irene Wenning. Referenten des Treffens waren Stefan Kessler und Tobias Schwab von der Rollaktiv GmbH in Weiden. Sie sprachen zum Thema "Aktiv mit Handicap". Mitgebracht hatten sie einen Teil der umfangreichen Hilfsmittel, darunter Rollatoren, Rollstühle und ein Rollstuhlzuggerät, ein sogenanntes Handbike. Stefan Kessler erläuterte: "Wer was anderes als den Standardrollstuhl braucht oder haben will, muss ein entsprechendes Rezept mit genauen Angaben vorlegen." Beim Standardrollstuhl sei keine individuelle Anpassung möglich. Bei einem Leichtgewichtsrollstuhl müsse dieser Begriff auf dem Rezept stehen. Auch die erforderlichen Zurüstungen, wie Sitzheizeinlage, Art der Fußstütze, Antriebsrädertyp und Lenkrädertyp, müssten vermerkt sein. Der leichte Aktivrollstuhl sei individuell anpassbar und auch sportlich gestaltbar. Hier belaufen sich die Gesamtkosten aber auf rund 6000 Euro und mehr, informierte der Referent.

Für viel Erstaunen sorgte die Vorstellung eines Rollstuhlzuggeräts. Es ermögliche ein aktives Leben trotz Handicap, meinten die Sprecher. Auch gemeinsame Unternehmungen mit Fußgängern und Radfahrern seien damit problemlos möglich. Die Behindertenbeauftragten der Gemeinden hatten anschließend die Möglichkeit zur genauen Besichtigung der mobilen Hilfsmittel. "Diese Kenntnisse und Erfahrungen können Sie dann an Betroffene in ihren Gemeinden weitergeben", meinte Reinhard Schön und hob hervor, wie wichtig deshalb diese regelmäßigen Zusammenkünfte und Informationsberatungen seien. Stefan Kessler hatte auch einen Basketball-Rollstuhl mitgebracht. "Das ist ein reines Sportgerät und kostet rund 8000 Euro." Tobias Schwab stellte die unterschiedlichen Rollatoren vor - mit Preisen von 80 bis 450 Euro. Die Ausstattung kann abnehmbare Räder, einen Auftritt zum Anheben der vorderen Räder oder auch Schirmhalter umfassen. Reinhard Schön verwies abschließend auf den Aktionstag für Behinderte und Nichtbehinderte am Montag, 5. März, in Nürnberg. Das nächste Treffen der Behindertenbeauftragten im Landkreis Tirschenreuth findet am Mittwoch, 25. April, statt. Veranstaltungsort ist Kastl.

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