12.03.2018 - 20:00 Uhr
Friedenfels

Wasserwacht zieht zufrieden Bilanz Auch weiterhin ein Garant für Sicherheit

Eine Schlagzeile beherrschte den Beginn der Jahresversammlung der Wasserwacht-Ortsgruppe Friedenfels. Vorsitzender Markus Münchmeier zitierte: "Bayern wird ein Land der Nichtschwimmer." Bäder kosten viel Geld und so manche Kommune sei nicht gewillt, die notwendigen Mittel aufzubringen. "Das deckt sich mit meinen Erkenntnissen", so der Vorsitzende. Die Folge: Immer weniger Schwimmer.

Marlena Münchmeier und Daniel Hirschmann schilderten ihre Eindrücke vom erlebnisreichen Wasserwacht-Einsatz an der Ostsee. Mitgebracht hatten sie Bilder vom Strand von Karlshagen auf der Insel Usedom. Bild: roh
von Autor ROHProfil

"Wir in Friedenfels brauchen nicht schwarzsehen. Wir haben ein Freibad", freute sich Markus Münchmeier. Dazu passe die Meldung, dass in den überörtlichen Schulen die Friedenfelser Schüler als Schwimmer angenehm auffallen. An die Neuwahlen im Vorjahr erinnerte Münchmeier mit dem Hinweis, man habe versucht, einen Generationswechsel einzuleiten. "Die Badesaison 2017 war gut und unfallfrei mit einer Ausnahme." Mit dieser Bewertung war sich Vorsitzender Markus Münchmeier mit Technischem Leiter Johannes Mühlbauer einig.

Vertrauen

Aus den einführenden Worten des Vorsitzenden Optimismus heraushörend meinte er. "Unser Ziel bleibt unverändert. Wir wollen den Bestand der Wasserwacht, so lange der Badebetrieb im Freibad läuft, sichern." Das Vertrauen ins Friedenfelser Schwimmbad sei nach technischen Problemen wieder da. Die Beteiligung am vielschichtigen Programm 2017 sei breiter geworden, würdigte der Vorsitzende im Jahresbericht. "Vieles hat sich positiv entwickelt", umschrieb Münchmeier die verbesserte Situation. "Das Wintertraining in den Hallenbädern hat gut geklappt. Die Übungsabende im heimischen Becken waren nach Verlegung auf den Mittwoch gut besucht. Hier erntete Jugendleiter Markus Kellner großes Lob. Er war bei allen angesetzten Termin als Organisator vor Ort. Im kommenden Jahr kann die Wasserwacht auf 50-jähriges Bestehen zurückblicken.

"Es wird keine umwerfenden Neuerungen geben", so der Vorsitzende mit Blick auf das Jahresprogramm 2018. So soll es wieder eine Fahrradtour geben, "die früher prima angenommen wurde". Badfest, Jahresabschlusswanderung, Kinderferienprogramm, Winterwanderung und Weihnachtsfeier kamen an. Diese Termine sollen fester Bestandteil bleiben. Der Vorschlag von Lisa Rauh, Badfest und Ferienprogramm mit Livemusik zu kombinieren, bekam nicht nur vom einzigen anwesenden Gründungsmitglied Klaus-Peter Rohrer Beifall. Überzeugt waren die Teilnehmer vom Saisonabschluss unter Palmen; da will man die Therme Erding ansteuern. "Bei folgenden größeren Ereignissen helfen wir tatkräftig mit: Bürgerfest und Herbstfest." Im Vorjahr war die Wasserwacht beim Ausschank beim Herbstfest aktiv.

Für das Beibehalten des Zeltlagers am günstig liegenden Erlenweiher sprach sich der Vorsitzende nachdrücklich aus. "Wir hatten mit dem Wetter wieder Glück. Die Stimmung war prächtig. Jugendwart Markus Kellner wird wie gehabt wieder sehr viel Zeit und Material investieren." Vorsitzender Markus Münchmeier sprach allen Funktionären und Aktiven der rund 150 Mitglieder zählenden Wasserwacht seinen Dank aus.

Kassenprüfer Manfred Heldmann schilderte für den erkrankten Kassenverwalter Bernhard Schmidt die Kassenlage als nicht dramatisch. Außergewöhnliche Ausgaben wären nach seiner Ansicht finanzierbar. Prüfer lobten die Kassenführung und beantragten die Entlastung. Technischer Leiter Johannes Mühlbauer sprach von einer ruhigen Saison, "nur mit einer nennenswerten Fußverletzung". Ein sehr gutes Ergebnis habe man bei den Prüfungen zum Jugendschwimmabzeichen erzielt. Auch gab es zehn Frühschwimmer. Mühlbauer hoffte auf eine gute Saison 2018. Jugendleiter Markus Kellner freute sich: "Die Übungsabende waren besser als in den Vorjahren besucht. Das lag nicht nur am besseren Wetter."

Dank des Bürgermeisters

Bürgermeister Gottfried Härtl bezog auch den Freibad-Förderverein mit ein und dankte der Wasserwacht für ihren Dienst am Beckenrand. Die Unterstützung des Bademeisters sei wie immer bemerkenswert. Das Programm der Wasserwacht spreche viele an. In Bezug auf das Freibad ließ er durchblicken, dass ihm die kräftige Mithilfe bei der Reparatur der defekten Platten am Beckenrand imponiert habe.

Die Rettungsschwimmer Marlena Münchmeier und Daniel Hirschmann berichteten in der Jahresversammlung über ihren Einsatz auf der Insel Usedom. Ihre Bilder vom Sandstrand hinaus auf die weite Ostsee verführten zum Träumen. "Baywatch" sei "cool" gewesen. Marlena Münchmeier und Daniel Hirschmann hat es so gut gefallen, dass sie im kommenden Sommer wieder helfen, an den Küsten zu wachen und aufzupassen. Und natürlich wollen sie dabei Freunde treffen.

Wir in Friedenfels brauchen nicht schwarzsehen. Wir haben ein Freibad.Wasserwacht-Vorsitzender Markus Münchmeier
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