Weihnachtsmarkt in Friedenfels
Trotz Regen beste Stimmung

Lange Schlangen bildeten sich an der Garage des Pfarrhofes. Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel (rechts) und Schwester Annemarie (links) hatten eine große Krippe aufgebaut. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
11.12.2016
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Das Motto "Kunst und Kultur" lockte wieder Besucher in Scharen in den Innen- und Außenbereich des Ökonomiehofes. Bild: bsc

Er zählt im Landkreis nicht zu den größten, zu den farbenfrohsten und zu den ältesten - seine Beliebtheit liegt am Charme und der Originalität. Der zwölfte Weihnachtsmarkt bescherte Friedenfels trotz Regen auch am Sonntag einen gewaltigen Besucheransturm.

Nachdem Bürgermeister Gottfried Härtl und der Männergesangverein "Frohsinn" die Gäste bei der Eröffnung am Samstag begrüßt und musikalisch auf das vorweihnachtliche Ereignis im Innenhof des Ökonomiehofes und um die historischen Gemäuer des Schlossbergs eingestimmt hatten, betraten die jüngsten Einwohner des Erholungsortes die Bühne. Die Kinder des Kindergartens entführten die Besucher mit ihren Betreuerinnen auf eine kleine vorweihnachtliche Kinder-Musikreise. Im Nu hatten sie die Herzen der vielen Gäste erobert. Und als sie nach dem Winter-Kinderlied "Schneeflöckchen, Weißröckchen", Kunst- und Bastelschnee auf die Zuhörer werfen durften, wollte der Beifall der vielen Besucher nicht enden. Bürgermeister Gottfried Härtl freute sich mit den Kindern und dankte der Familie Gemmingen-Hornberg (Helga Freifrau von Gemmingen-Hornberg war unter den Besuchern) für das Bereitstellen des Ökonomiehofes. Sein besonderer Dank galt den Vereinen für die Mitarbeit in den Verkaufsständen sowie Organisationsleiter Karl Wittmann. Ihm war es in diesem Jahr gelungen, 42 Aussteller und Kunsthandwerker zu verpflichten. Ob Krippen oder Schnitzereien, Porzellanmalerei, Weihnachtsschmuck, Gestecke, Dekorationsartikel aus Holz, Wachs, Filz oder Metall, an Geschenkideen herrschte kein Mangel. Als Renner entpuppte sich in diesem Jahr ein Verkaufsstand mit attraktiver Edelrost-Gartendeko. Der Verkaufserfolg beeindruckte auch den Fieranten selbst. "Ich bin das erste Mal in Friedenfels und hab mich mal umgesehen. Was hier angeboten wird, trägt zu Recht das Motto Kunst und Kultur", meinte der Verkäufer.

Herrliche Krippe

Lange Schlangen bildeten sich auch an der Garage des Pfarrhofes. In ihr hatten Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel und Schwester Annemarie in mühevoller, dreitägiger Arbeit eine große Krippe aufgebaut. Die Darstellung der Geburt Christi in der liebevollen und einzigartig gestalteten Krippenlandschaft brachte dem Geistlichen und seiner Haushälterin viel Bewunderung und Anerkennung ein. Nicht wenige Weihnachtsmarktbesucher wünschten sich deshalb, dass der Seelsorger die Krippe während der ganzen Weihnachtszeit aufgebaut lässt. Einzigartig und viel gelobt auch das musikalische und kulinarische Angebot. Weihnachtliche Livemusik steuerten der Männergesangverein "Frohsinn" Friedenfels, die Blaskapelle Falkenberg, der Posaunenchor Thumsenreuth, der Musikverein Wiesau, die Kaibitzer Schlossbläser und die Steinwaldmusikanten Pullenreuth während der beiden Markttage bei. Gesorgt war auf der kulinarischen Seite sowohl für den großen, wie den kleinen Appetit. Heiß begehrt waren Wildspezialitäten aus dem Steinwald. Naschkatzen konnten Plätzchen und Kuchen in den umgewandelten Werkstätten und Innenbereichen des Gutshofes sowie an den Tischen und großen Feuerstellen im Außenbereich genießen. Während Tee, Punsch oder Glühwein direkt im Weihnachtsdorf getrunken wurden, strömten vor allem junge Gäste in den urigen Felsenkeller unter dem Dorfladen. Am offenen Feuer bei einer Limo oder dem "Wintertrunk" der Schloßbrauerei bahnten sich zahlreiche neue Bekanntschaften an.
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