Zeit zum Besinnen

Nicht enden wollenden Applaus bekamen am Wochenende die Ministranten der Pfarrei Maria Immaculata. Mit dem Bühnenwerk "Dieser Weg wird kein leichter sein" umrahmten sie den Adventsgottesdienst. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
15.12.2016
27
0

Das Christ- und das Ministrantsein sind nichts Langweiliges - das zeigten am Wochenende bei einem Adventsgottesdienst die "Lausbuben Gottes" der Friedenfelser Pfarrei Maria Immaculata. Für ihre Aufführung gab es langanhaltenden Applaus.

Mit dem Bühnenwerk "Dieser Weg wird kein leichter sein" machten die Ministranten eindrucksvoll darauf aufmerksam, dass sich in der heutigen Zeit immer mehr Menschen von der ursprünglichen Bedeutung des Advents abwenden. Schon vor Monaten hatte die eingeschweißte junge Truppe, die auch in ihrer Freizeit viel gemeinsam unternimmt, entschieden, dieses Stück zu präsentieren. Bei ihren Treffen wurden deshalb Tipps und Anregungen aufgegriffen, Notizen gesammelt und ein Manuskript erstellt.

Auch die Fürbitten, die Liedbeiträge und Musikstücke wurden von den Ministranten zusammengestellt, ausgewählt und vorgetragen. "Die Geschichte soll den Wandel der Adventszeit widerspiegeln", so der Grundgedanke. Leider sei der Advent heute für viele eher Stress statt Besinnung. Der Ursprung des Wortes Advent liegt im lateinischen Wort "advenire", was soviel wie "Herankommen" bedeutet. Im übertragenden Sinn handelt es sich beim Advent also um eine Vorbereitungszeit auf Christus Geburt. Diese Zeit sollte - ähnlich wie die Zeit vor Ostern - der Besinnung und dem Nachdenken dienen, erklärten die Ministranten.

Nicht einmal Pfarrer Joseph und Pater Martin wurden anfangs in die Planungen des Gottesdienstes eingeweiht. "Als wir das ,Drehbuch' fertig hatten, präsentierten wir es unseren ,Chefs'", erzählten die älteren Ministranten. "Angespannt waren wir dabei schon ein bisschen, wir wussten ja nicht, ob wir es überhaupt spielen dürfen, da der Gottesdienst durch die einzelnen Akte öfters unterbrochen wird und wir unbedingt in Straßenkleidung spielen wollten." Pfarrer Joseph und Pater Martin hatten aber sofort "grünes Licht" gegeben, ihnen gefiel das Bühnenwerk enorm. Pfarrer Joseph dankte deshalb den Ministranten am Ende des Gottesdienstes als Erster. Seinem Applaus schlossen sich umgehend die Kirchenbesucher mit einem nicht enden wollenden Beifall an - ohne zu wissen, dass auf sie beim Verlassen der Kirche noch eine weitere Überraschung warten würde. Die Ministranten beschenkten jeden Besucher mit einem Kieselstein. Auf jedem Stein war ein besinnlicher Gedanke angebracht. Bei der Übergabe wünschten sie eine stressfreie Adventszeit und schon einmal frohe Weihnachten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.