03.04.2018 - 15:38 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Festgottesdienst mit Mozarts "Spatzenmesse" in der Wallfahrtskirche Mit Pauken und Trompeten

Ostern ist nicht nur die Botschaft von der erlösenden Auferstehung Jesu Christi, die in der Osternacht und in den darauffolgenden Tagen verkündet wird. Der hohe Feiertag ist in Fuchsmühl stets auch Anlass für eine festliche Orchestermesse, für die es wieder langanhaltenden Beifall gibt.

Zum ersten Mal an Ostern am Dirigentenpult: Werner Fritsch. Die 19-köpfige Chorgemeinschaft wurde bei der Festmesse vom Salonorchester aus Neustadt unterstützt. Bild: wro
von Werner RoblProfil

"Verstärkung" holte sich der Chor der Wallfahrtskirche erneut aus dem Nachbarlandkreis. Mit einer Festmesse, komponiert von Wolfgang Amadeus Mozart, eröffneten Werner Fritsch, dessen Singgemeinschaft und das Salonorchester Neustadt/WN den Festreigen Ostern 2018. Von den 18 Messen (inklusive Requiem in d-moll), die Wolfgang Amadeus Mozart geschrieben hat, gilt die an einem Ostersonntag aufgeführte "Spatzenmesse" zu den eher kürzeren, aber auch zu den am fröhlichsten gestimmten Messen. Besticht sie doch durch ihre klangliche Leichtigkeit und ihren frühlingshaften "Beigeschmack". Ihren Namen verdankt die (vermutlich 1775) in Salzburg uraufgeführte Missa in C-Dur (Köchelverzeichnis 220) den einprägsamen Violin-Figuren im Allegro des Sanctus und des Benedictus, die an den Ostersonntag erinnern, für den die Mozart-Messe ja ursprünglich wohl geschrieben wurde.

"Groß ist dein Name"

Mit Pauken und Trompeten besetzt darf sie sich zusätzlich "Missa Solemnis - Feierliche Messe" nennen. Begleitet von eben diesen Pauken, Violinen und schallenden Trompeten, ergänzt durch Händels "Halleluja" aus dem Oratorium "Messias" und Gotthilf Fischers begeisternde Hymne "Groß ist dein Name", präsentierte sich am Ostersonntagvormittag Mozarts geistliches Orchesterwerk eindrucks- und klangstark. Zum ersten Mal in der festlich geschmückten Wallfahrtskirche "Maria" Hilf" am Dirigentenpult: Chor- und Orchesterleiter Werner Fritsch. Hauptakteur: Der wohltuend agierende Fuchsmühler Kirchenchor, begleitet von Musikern aus den Reihen des Neustädter Salonorchesters, dessen Bläser und Streicher zum wiederholten Mal in der Steinwaldgemeinde ein beeindruckendes Gastspiel abliefern durften. Längere Soloparts sucht man in der "Spatzenmesse" aber vergeblich. Abwechselnd an der Clais- beziehungsweise Orchesterorgel wirkte Hubert Köhler, der oft weite Wege auf sich nehmen musste. Nicht zum ersten Mal gaben die Protagonisten - bestehend aus 19 Chor- und rund einem Dutzend Orchestermitgliedern - Mozarts "Spatzenmesse" zum Besten. Die klangliche Geschlossenheit war einmal mehr ein deutlicher Beweis dafür, dass man mit dem melodienreichen Orchesterwerk bereits gute Erfahrungen sammeln konnte. Wohltuend klar und ausdrucksstark war daher auch der gefühlvoll vom Orchester begleitete Gesang. Angefangen von den Sopran- bis hin zu den hohen und tiefen Männerstimmen ließ man keinen Zweifel aufkommen, dass die Fuchsmühler Orchestermessen - fortgeführt durch Werner Fritsch - einen besonderen Höhepunkt in der Region darstellen. Gespannt durfte man nach dem fröhlichen Auftakt mit dem Kyrie, gefolgt von einem eindrucksvoll vorgetragenen Gloria, das Sanctus und das ins Ohr gehende Benedictus erwarten. Vor allem aber wollte man sich auf das darin "versteckte" Vogelgezwitscher freuen.

Stärker als der Tod

Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Joseph, der an die Osterbotschaft und die Auferstehung Jesu Christi erinnerte. In seiner Osterpredigt fügte er hinzu: "Das Leben ist stärker als der Tod. Gott möchte, dass wir ewig leben." Die Osterkerze sei ein Sinnbild dafür, dass die Auferstehung Zentrum unseres Glaubens sei. "Ostern ist das Fest der Freude, das Fest des Lichtes und der Sonne." Pfarrer Joseph: "Eine Freude, die uns niemand nehmen kann."

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