Stimme hält

"Die Barmherzigkeit Gottes" war das sechste Kirchenkonzert mit Brigitte Traeger in der Wallfahrtskirche überschrieben. Mit ihrer eindrucksvollen Stimme begeisterte die Sängerin ihr Publikum. Rund 400 Besucher waren nach Fuchsmühl gekommen. Bild: wro
Kultur
Fuchsmühl
12.01.2017
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Die Künstlerin beeindruckte nicht nur mit ihrem hellen Sopran, sondern auch mit einer besonderen Ausstrahlung. Trotz ihrer Erkältung lieferte Brigitte Traeger dem begeisterten Publikum drei Zugaben.

Die Sängerin kommt seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit in den Wallfahrtsort. "Absagen wollte ich das heutige Konzert nicht", gesteht sie bescheiden. Auf ihrer Bühne im Altarraum von "Maria Hilf" nippt immer wieder vom heißen Tee, den sie sich aus der Thermoskanne in eine Tasse gießt, hüllt sich wenig später in einen warmen Anorak und entschuldigt sich dafür. "Betet's a bisserl für mich, dann hält auch meine Stimme", bitte sie ihr gespannt lauschendes Publikum. An anderer Stelle empfiehlt sie, den Applaus bis zum Schluss aufzuheben.

Bei diesem Konzert gibt es kein Eis, das gebrochen werden müsste. Die Oberpfälzerin erobert gleich mit ihrem ersten Lied "Unruhig ist unser Herz" ihre Zuhörer, mit "Segne Du Maria" schließlich alle Herzen ihrer Fans. "Heute ist ein Moment, der nur dem lieben Gott gehört", bekennt sie ihre Gläubigkeit, erwähnt ihre innere Umkehr und berichtet von Wallfahrten besonders nach Medjugorje. Immer wieder erzählt Brigitte Traeger in den kurzen Pausen von Schwester Faustina Kowalska und ihren Gesprächen mit Jesus, ermahnt zum Dialog mit dem Schöpfer. "Seien sie ehrlich, beten wir das ,Vater unser' noch bewusst?" Längst habe man doch die Bedeutung von "Dein Reich komme" vergessen. Das anschließende "Vater unser" wird gemeinsam gesungen. Der Gast lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie das, was sie vorträgt, auch tatsächlich lebt und bittet: "Holen wir Jesus in unser Boot."

Die sympathische Sängerin kam auf Einladung des Frauen- und Müttervereins nicht zum ersten Mal nach Fuchsmühl. Im bewusst von den Lichtern am Christbaum und der Bühnentechnik nur schwach erleuchteten Kirchenschiff singt die Künstlerin von der Liebe zum Schöpfer, wendet sich auch an die Mutter Gottes. Immer wieder animiert sie ihr Publikum, einzustimmen in bekannte Refrains. Schunkeln ist sogar in der Kirche erlaubt; bei der Barkarole aus Jacques Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" (unterlegt mit einem entsprechendem Text) geht das ganz leicht. Man nimmt sich bei der Hand und drückt sie ganz fest.

Brigitte Traeger bringt Menschen, die sich bislang nicht näher kannten, einfühlsam dazu, sich anzulächeln. Sie bittet in ihrem letzten Lied, gemeinsam mit ihr nach Fatima aufzubrechen und packt noch drei Zugaben ins Programm. Der Dank für das rund 100-minütige Kirchenkonzert waren stehender Applaus und ein Blumenstrauß, überreicht von den stolz lächelnden Organisatorinnen des Fuchsmühler Frauen- und Müttervereins und Pfarrer Joseph.
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