12.08.2014 - 00:00 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Fuchsmühler Schützin bei der "Bayerischen" sehr erfolgreich - Bei DM dabei Sabrina Hößl vier Mal auf dem Podest

Der Vater hat den Trainerschein, die Mutter und die Schwester sind regelmäßig auf der Schießanlage anzutreffen. Am erfolgreichsten ist in der Fuchsmühler Schützen-Familie Hößl allerdings Sabrina.

Stolz präsentiert Sabrina Hößl ihre Siegerurkunde. Bild: hfz
von Armin Eger Kontakt Profil

Die 17-jährige Gymnasiastin kam von den bayerischen Meisterschaften in München-Hochbrück mit 2 Titeln, 2 zweiten Plätzen und einem 6. und 12. Rang zurück. "Es waren meine ersten ,Bayerischen' in der Juniorenklasse, deshalb bin ich sehr zufrieden", sagt Sabrina Hößl, die ein Jahr vorher bei der Jugend noch drei Mal ganz oben auf dem Podest stand.

Dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt, ist klar. Drei Mal in der Woche trainiert die Schülerin. Entweder auf der Anlage der Fuchsmühler Andreas Hofer Schützen, für die sie auch bei den Rundenwettkämpfen antritt, oder in Regensburg. "Dort habe ich die Möglichkeit mit meinem Bezirkstrainer zu üben." Deshalb startete die Fuchsmühlerin bei den "Bayerischen" auch für den Donaugau Regensburg. "Und zudem haben wir da genügend Leute für eine Kleinkaliber-Mannschaft, was in Fuchsmühl nicht der Fall ist. So kann ich nicht nur im Einzel Titel holen."

Und das hat die Gymnasiastin in München getan. In der Disziplin Kleinkaliber liegend schoss sie 591 Ringe und sogar eine 100 war dabei. Das bedeutete Platz 1 unter 38 gewerteten Juniorinnen. Mit der Mannschaft wurde Donaugau Regensburg Zweiter. Die HSG München hatte 1751, die Truppe von Hößl 1745 Ringe. Neben der Fuchsmühlerin, die 591 Ringe in die Wertung einbrachte, erzielte Christina Dörrich 579 und Kerstin Kammerer 575 Ringe.

Denkbar knapp verfehlte die Schützin von der SG Andreas Hofer den erneuten Titel in der Disziplin Kleinkaliber-3-Stellung 3x20. Vor einem Jahr war sie mit 568 Ringen noch bayerische Meisterin mit einem Punkt Vorsprung. Diesmal steigerte sie ihre Leistung zwar auf 573 Ringe, wurde aber dennoch nur Zweite. Anna Lena Kinateder von der SSG Neuburger-Land gewann mit einem Ring mehr. Mit der Mannschaft gab es in dieser Disziplin doch noch einen bayerischen Meistertitel. Die 573 Ringe von Sabrina Hößl trugen wesentlich zum Erfolg des Donaugaus Regensburg mit 1702 Ringen bei.

"Meine Hauptdisziplin ist das Kleinkalibergewehr", sagt Sabrina Hößl, die 2008 mit dem Schießsport begonnen hat. Bei den Trainingseinheiten sind es jeweils an die 3 Stunden mit dem Kleinkalibergewehr und etwa 2 Stunden mit dem Luftgewehr. Dass sie auch damit umgehen kann, zeigte sich in München. So wie im Vorjahr (387 Ringe) wurde sie mit 388 Ringen 12. unter 40 Bewerberinnen. In der Mannschaftswertung lagen die Resultate so dicht wie noch nie beieinander. Zwischen Rang 2 und 7 waren es nur 5 Ringe, der Donaugau musste sich mit 1161 Ringen mit dem 6. Rang zufrieden geben.

"Aber das ist schon in Ordnung", sagt Sabrina Hößl. "Ich habe mich damit in allen drei Disziplinen für die deutschen Meisterschaften qualifiziert." Vom 23. bis 25. August will die Schülerin in München möglichst weit vorne landen. Neben dem Platz im Bayernkader hofft sie bald wieder auf eine Nominierung für den Nationalkader, dem sie voriges Jahr schon angehörte. Weiteres Ziel der ehrgeizigen Schützin ist die Teilnahme bei der EM-Ausscheidung. "Das Niveau ist bei den Juniorinnen schon extrem hoch", sagt Sabrina Hößl. "Ich muss einfach konstant schießen und eine Portion Glück gehört natürlich auch dazu."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp