Premiere der Laienspielgruppe Fuchsmühl ausverkauft - Amüsanter Theaterabend
Wunder und allerlei Wirrungen

Glänzende Leistungen zeigten die Fuchsmühler Laienspieler in "Das Wunder des heiligen Florian". Im Bild (von links) Ernst Tippmann, Werner Robl, Carolin Kunz, Wolfgang Lang und Pamela Wedlich. Bild: jr
Lokales
Fuchsmühl
25.10.2011
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Heiter, amüsant und auch etwas turbulent geht's zu - und das bis zum Schluss. Da darf der Riedhammer Hans dann Priester studieren. "Dafür sorge ich, dass der Fuchsmühler Gemeinderat zustimmt, ich bin doch der Bürgermeister", meint der selbstbewusste Korbinian Scharrer, glänzend dargestellt von Martin Betz.

Die Premiere des Lustspiels "Das Wunder des heiligen Florian" am Samstag im Jugendheim war restlos ausverkauft. Am nächsten Samstag (19.30 Uhr) zeigt die Laienspielgruppe Fuchsmühl das Stück erneut.

Unter den Premierenbesucher waren auch viele Brandschützer in Uniform. Zudem hat die Fuchsmühler Laienspielgruppe bayernweit viele Fans, die sogar aus München und Mittelfranken anreisten. "Das Wunder des heiligen Florian" ist die letzte Aufführung, die Regisseurin Inge Schärl einstudiert hat. Ihre Verabschiedung ist am Samstag geplant. 21 Jahre lang hat sie die Laienspielgruppe künstlerisch geleitet; ihr Nachfolger ist Wolfgang Lang.

Resolute Schwiegermutter

Was sofort und angenehm an der Fuchsmühler Inszenierung des Lustspiels "Das Wunder des heiligen Florian" auffällt, ist, dass die Texte in Oberpfälzer Mundart gesprochen werden. Und auch Lokalkolorit fließt ein. Die neun Darsteller gehen in ihren Rollen auf. Da sind der kauzige und manchmal recht derb wirkende Bürgermeister (Martin Betz), seine Schwiegermutter (Angela Sperrer) und natürlich der Pfarrer (Werner Robl). Die Lacher auf ihrer Seite hat die Schwiegermutter, als der Pfarrer sie fragt: "Wollen S' a Pris?" "Nein", entgegnet die resolute Frau, "ich rauche". Weiter klagt der Pfarrer sein Leid: "Wenn s' nur ab bisserl fortschrittlicher wär'n, die Fuchsmühler. Aber da ändert sich ja nix."
Im Lustspiel dreht sich zunächst alles um eine hölzerne Figur des heiligen Florian, die der Bürgermeister dem Pfarrer zu dessen Priesterjubiläum schenken will. Für den sparsamen Bürgermeister das ideale Geschenk: Kostet nicht viel und macht was her. Erst als der Bürgermeister vom Neffen (Ernst Tippmann) des Pfarrers erfährt, dass der wurmstichige heilige Florian einen hohen Altertumswert hat, gerät er ins Grübeln.

Vor Schreck ganz klein

Der Bürgermeister will die zuvor von ihm geschenkte Figur aus dem Pfarrhaus stehlen. Allerdings hat er da die Rechnung ohne den Neffen des Pfarrers gemacht, der dem Bürgermeister eine Falle stellt. Er verkleidet sich als heiliger Florian und wartet in der dunklen Nacht, bis der Bürgermeister kommt. Als dieser Hand anlegen will, wird der heilige Florian plötzlich lebendig und der Bürgermeister ganz klein vor Schreck. Jetzt drückt ihn sein Gewissen und der Bürgermeister verspricht, dass der Riedhammer Hans endlich Theologie studieren darf, auf Kosten der Gemeinde.
Natürlich kommt in dem Volksstück auch die Liebe nicht zu kurz. Während der drei Akte lernen sich Afra (Pamela Wedlich) und Bauer Andreas Raingruber (Jan Uwe Sperrer), sowie Großknecht Florian (Wolfgang Lang) und Magd Vroni (Carolin Kunz) kennen und lieben. Mit dabei noch die unerbittliche Pfarrhaushälterin (Andrea Hecht), die es ihrem Pfarrer und auch dem Bürgermeister nicht leicht macht.

Fazit: Ein köstlicher zweistündiger Theaterabend, der wieder einmal bewies, dass die Fuchsmühler Schauspieler herausragende Charakterdarsteller sind.
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