04.03.2018 - 20:00 Uhr
Fuchsmühl

Entwicklung im Kinderhaus "Sankt Marien" erfreut Markträte Überschuss statt Betriebskostendefizit

Zwei Bauanträge, die einstimmig vom Gemeinderat abgesegnet wurden, der Beschluss zur Widmung dreier Gemeindeverbindungswege und Informationen über den Jahresabschluss 2017 des Kinderhauses "Sankt Marien" standen im Mittelpunkt einer ungewöhnlich kurzen, aber harmonischen Gemeinderatssitzung im Fuchsmühler Rathaus. Zum Thema "Widmung" ließ Bürgermeister Wolfgang Braun eingangs wissen: "Öffentlich wird eine Straße erst durch eine entsprechende Widmung, die bislang bei drei Wegen noch nicht erfolgte." Zu öffentlichen Verbindungswegen wurden laut einstimmigem Beschluss der nun beschränkt-öffentliche "Bühläckersteig" (zwischen Marienstraße und Bühläcker), weiter der "Obere Gartenäckersteig" (bei der Rosenstraße) und der "Untere Gartenäckersteig" bei der Gartenstraße. Die Abrechnung für das Fuchsmühler Kinderhaus "Sankt Marien" schließt in Ausgaben und Einnahmen mit 426 570 Euro. Im Haushalt waren rund 445 000 Euro eingeplant. Als erfreulich bewerteten Bürgermeister Wolfgang Braun und Geschäftsleiter Ernst Tippmann die Tatsache, dass statt des im Haushalt geplanten Betriebskostendefizits ein Überschuss in Höhe von 24 400 Euro auflief, der zu 80 Prozent an die Gemeinde und zu 20 Prozent an die Kirchenstiftung fließt. Geplant war im Haushalt ein Defizit in Höhe von 22 600 Euro. Als wesentliche Gründe für die positiven Änderungen nannte Braun die gesunkenen Personalkosten, vor allem aber die gestiegenen Personalkostenzuschüsse und die höheren Elternbeiträge, die man im Haushalt seinerzeit aber nur vorsichtig kalkuliert hatte. Wie bereits in einer der vorangegangenen Marktratssitzungen bekannt wurde, muss der Ort Schafbruck (Stadt Waldershof), wenige Kilometer von Fuchsmühl entfernt, im Zuge der Breitbandverkabelung vom Nachbarort Wiesau aus erschlossen werden. Davon betroffen sei auch Fuchsmühl, informierte Bürgermeister Braun über die Pläne des Anbieters, die zur Folge hätten, dass bereits sanierte Straßen wieder aufgerissen werden müssten. Von der ursprünglichen Planung sei man nunmehr abgerückt, betonte Bürgermeister Wolfgang Braun. Von der Maßnahme betroffen wäre die erst vor wenigen Monaten neu asphaltierte Gemeindestraße im Ortsteil Fürstenhof. "Die Telekom hat sich nun mit einem Grundstückseigner geeinigt", so Braun zur neuen Planung. Auch erläuterte er den weiteren Verlauf der geplanten Leitung, die über Finkenbühl- und Friedhofweg, Herzogöd bis hin nach Schafbruck führen wird. Abgeschlossen seien die Baumpflegemaßnahmen an der Ludwigshöhe. Die Pachtverträge des gemeindeeigenen Grundstücks wurden gekündigt. Über eine Neugestaltung der Fläche werde nachgedacht, so Bürgermeister Wolfgang Braun abschließend.

Der „Untere Gartenäckersteig“ ist nur einer der drei bislang ungewidmeten Gemeindewege, die jetzt zu beschränkt-öffentlichen Wegen wurden. Bild: wro
von Werner RoblProfil

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