28.06.2017 - 16:54 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Gemeinderat Fuchsmühl macht den Weg frei Heiraten mitten im Teich

Standesamtliche Eheschließungen sind im "Blauen Salon" des Fuchsmühler Schlosses bereits möglich. Eine Idee von Schlossherr Bernd Artinger geht noch einen Schritt weiter: Heiraten im Schlossteich.

Noch gleicht der künftige Hochzeitsort einer Baustelle. In wenigen Tagen jedoch kann auch inmitten des Schlossteiches der Bund der Ehe geschlossen werden. Bild: wro
von Werner RoblProfil

(wro) Schon bei der Gemeinderatssitzung im April sprachen sich die Räte für die Möglichkeit aus, künftig auch Trauungen im Fuchsmühler Schloss zu vollziehen. Angeregt durch einen Vorschlag seitens Bernd Artinger einigte man sich nun darauf, das bereits vorhandene Angebot noch einmal zu erweitern. Heiraten kann man künftig auch im Schlosshof ("Trauung am Schloss") oder auf einer Plattform im Schlossteich ("Trauung am Steg"), die derzeit gebaut wird. "Das ist sinnvoll", bekannte sich SPD-Marktrat Udo Fürst zu Bernd Artingers Idee. Dem Vorschlag sollte man sich nicht verschließen, fügte Fürst hinzu. Ob im Rathaus, am Hackelstein oder im Schloss, die Entscheidung, wo geheiratet wird, tragen die Eheleute, kommentierte Bürgermeister Wolfgang Braun den vorliegenden Antrag. Details seien mit dem Schlossbesitzer abzustimmen, informierte der Bürgermeister auf Nachfrage der Gemeinderäte, die schließlich alle die Hand hoben.

Kostenvergleich

Die Heizung im Fuchsmühler Feuerwehrhaus muss erneuert werden. Zwei Alternativen stehen der Gemeinde zur Verfügung. Um welche Varianten es sich handelt, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Braun bei der Gemeinderatssitzung. Auf Investitionskosten in Höhe von rund 6000 Euro (bei jährlichen Betriebskosten in Höhe von rund 2300 Euro) müsse man sich einstellen, falls man sich für eine Erneuerung der vorhandenen Gasheizung entschließen würde, rechnete Braun den Gemeinderäten vor. Deutlich mehr Geld müsse man aber beim Anschluss an die Betriebskosten sparende Hackschnitzelheizung, die Rathaus beziehungsweise Mehrzweckhalle mit Wärme versorgt, in die Hand nehmen. Den Investitionsbetrag dafür bezifferte Braun auf rund 21 000 Euro, die Amortisationszeit mit 23 Jahren. Vorteile in der Variante 2 sah Braun im günstigeren Brennstoffeinkauf in Folge der höheren Bedarfsmengen. Der Umstieg auf Industrie-Pellets wäre ebenfalls machbar, fügte er hinzu. Empfehlend sprach sich Bürgermeister Braun für diese Variante aus - statt einer Erneuerung der Gasheizung. Ein klares Ja zur erneuerbaren Energie bekundete CSU-Fraktionssprecher Markus Troesch. Weitere Vorteile sah auch SPD-Marktrat Rainer Bleistein, der ebenfalls einen Anschluss an die Hackschnitzelheizung unterstützte. Trotz der höheren Kosten mache dies Sinn, argumentierte außerdem FW-Sprecher Anton April, der das Vorhaben, ebenso wie die übrigen Markträte, befürwortete.

"Erbärmlich"

Dringend saniert werden muss der Schmellerweg am Nordrand der Marktgemeinde. Bürgermeister Wolfgang Braun sprach von einem "erbärmlichen Zustand" und von "Handlungsbedarf". "Insbesondere im Bereich Güttern haben wir etliche Straßen beziehungsweise Abschnitte, die nicht mehr im besten Zustand sind", zog der Sprecher weiter Bilanz. Eine Kostenanalyse sei bereits angefordert worden. Aktuell festgestellt wurde, dass sich der obere Teil des Schmellerweges in einem äußerst schlechten, teils verkehrsgefährdenden Zustand befinde, verwies Wolfgang Braun auf die dringendste Sanierungsmaßnahme auf einer Länge von 175 Metern.

An Gesamtkosten für die geplante Oberbauverstärkung im Bereich Schmellerweg nannte Bürgermeister Wolfgang Braun rund 10 500 Euro. Im Vermögenshaushalt sei dafür bereits ein Ansatz (12 000 Euro) vorgesehen. Der Beschluss erging einstimmig. Mit der Maßnahme wurde die Firma Hilgarth betraut.

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