Ausgeklügelte Technik - Viel ehrenamtliche Arbeit - "Craftwerk Baum" feierlich übergeben
Einen Baum zum Sprechen gebracht

Nach vielen Monaten Planung und gemeinsamer Arbeit konnte das "Craftwerk Baum" im Beisein von Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Kreis- und Bezirksrat Toni Dutz, Landtagsabgeordneter Annette Karl und Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß von Revierförster Eckhard Deutschländer und Bürgermeister Wolfgang Braun (von links) feierlich übergeben werden. Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
06.12.2016
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Schon vor einigen Jahren - im Zuge der damaligen Planungen für den "Wald-Erlebnis-Pfad Fuchsmühl" - war das Modul "Craftwerk Baum" ein Thema. Verwirklicht werden konnte es aufgrund fehlender Fördermittel jedoch nicht. Die Idee wurde zurückgestellt, später aber in die Umbauplanungen für das Markthaus einbezogen und schließlich auch verwirklicht, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun bei der feierlichen Eröffnung des "Craftwerks" am Samstagnachmittag.

Als "Väter" des "Craftwerks Baum" nannte der Bürgermeister neben Michael Zuber, Hanns Gradl (Metallarbeiten) auch Klaus Deutschländer und Revierförster Eckhard Deutschländer, der das Modul "Craftwerk Baum" am Samstag im Beisein von Landtagsabgeordneter Annette Karl, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Kreis- und Bezirksrat Toni Dutz und zahlreichen anderen Gästen persönlich vorstellte, um es dann gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Braun der Marktgemeinde und seinen Bürgern symbolisch zu übergeben. Als Schaltzentrale mit viel technischem Sachverstand bezeichnete Förster Deutschländer seinen Mitstreiter Thomas Ernstberger, der am Eröffnungstag jedoch nicht dabei sein konnte.

Glaspavillon

"Craft steht für ein funktionales und ästhetisches Kunst- und Kraftwerk", beschrieb der Revierförster das kleine technische Wunderwerk im lichtdurchfluteten Glaspavillon unweit des Fuchsmühler Dorfladens. Kurz ging der Sprecher auch auf die Entstehungsgeschichte des Kunstwerkes ein, beginnend mit dem damaligen Entschluss, den auffälligen und rund 50 Jahre alten Baumstamm in seine Obhut zu nehmen. Anschließend habe er die Pappel von ihrer Rinde befreit und einer Spezialbehandlung unterzogen. Grund für diese aufwendige und langwierige Prozedur seien die zu erwartenden Temperaturunterschiede im trockenen Holz gewesen. Aus einer mehr als 200 Jahre alten Eichenscheibe am Fuß des Stammes entstand eine "Geschichtsscheibe", künstlerisch gestaltet von Klaus Deutschländer, dem Vater des Revierförsters. Das "Drumherum", der Pavillon (mit buntem Lambertsglas aus Waldsassen), auch die ausgeklügelte Technik sei während der vergangenen Monate in gemeinsamer, ehrenamtlicher Arbeit - unterstützt von Gemeinde - nach und nach entstanden. Dargestellt werden im "Craftwerk" neben geschichtlichen Daten auch die Lebensprozesse des Baumes. Die Erläuterungen im Dialog liefern die Stimmen von Eckard Deutschländer und dessen Sohn Adrian. Mit reinem Knöpfchendrücken sei es jedoch nicht getan, betonte "Macher" Deutschländer. "Für das "Craftwerk Baum" muss man sich schon ein wenig Zeit nehmen." Primär handelt es sich beim "Craftwerk Baum" um ein ehrenamtliches Projekt, das die Hauptbeteiligten in ihrer Freizeit schufen.
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