Feier im Fackelschein

Das Friedenslicht stammt aus Bethlehem. Mit kleinen Kerzen wurde es weitergegeben, um schließlich damit auch die Fackeln zu entzünden, mit denen es nach Fuchsmühl getragen wurde. Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
27.12.2016
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Die Wanderung zur stimmungsvoll erleuchteten Felsenbühne im Steinwald, zur Waldweihnacht am Hackelstein gehört nicht nur für viele Fuchsmühler Familien fest zu Weihnachten. Und das seit vier Jahrzehnten.

Der Spaziergang am ersten Weihnachtsfeiertag ist eine liebgewordene Tradition. Rasch wurden auch heuer die Parkplätze rund um die Kapelle "Maria Frieden" und die wenigen oberhalb des Forsthauses zur Mangelware. Danach ging's zu Fuß weiter - den Feuerstellen folgend - immer bergauf.

Begonnen hatte alles vor 40 Jahren mit viel Schnee, einer tollen Idee und Ludwig Thomas "Heilige Nacht" (wir berichteten). Auch heuer mussten die Veranstalter (Freunde zur Förderung des BRK und die Kameraden der Bergwacht Fuchsmühl) wieder einmal auf die ersehnte weiße Winterpracht verzichten. Dennoch war die Stimmung am hell erleuchteten Hackelstein herrlich. Zauberhaftes Fackelfeuer ließ einen den fehlenden Schnee schnell vergessen. Immer wieder blies der Böhmische von Osten herüber, dazu Regentropfen. Stimmig umrahmt wurde die feierliche Stunde am Fuchsmühler Hausberg von der Bläsergruppe des Wiesauer Musikvereins unter der Leitung von Patrick Oroudji sowie vom "Fuchsmühler Gesang". Wie vor 40 Jahren stand der Name Thoma wieder auf dem Programmzettel. Die Spielleitung hatte in diesem Jahr nämlich Anita Thoma übernommen. "Weihnachten im Jahre null und Jahr 2016" - ein Vergleich zwischen der Herbergssuche von damals und der Asylsuche heute machte deutlich: Nicht nur damals wurden Türen zugeschlagen, Herberge und Asyl verweigert. Unverändert sind die Sorgen und Nöte vieler. Das Krippenspiel bildete den Höhepunkt der Waldweihnacht. Eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde das Stück von Anita Thomas erwachsenen Kindern, Enkeln und Freunden aus dem Ort. Der Friedensbotschaft noch lauschend wurde von den Darstellern das Friedenslicht weitergegeben. Damit wurden schließlich Fackeln entzündet, die weithin leuchteten.
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