Leben im "Andersland"

Gut besucht war der Themenabend "Demenz" im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl. Referent Hubert Kölbl (links) ging dabei auch auf die Pflege von Demenzkranken ein. Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
22.12.2016
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Menschen mit Demenz leben aus der Vergangenheit. Stets geht ihre Erkrankung einher mit einer Störung des Kurzzeitgedächtnisses. Wie sollen Angehörige reagieren? Wie können sie helfen? Wichtige Informationen lieferte ein Vortrag im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl.

Wichtige Voraussetzung im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen ist, dass man sie in ihrer Lage versteht, vor allem aber akzeptiert, so Pflegefachberater Hubert Kölbl. Die Diagnose Demenz verändere nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das der Angehörigen und Freunde. Zahlreiche Informationsquellen und Unterstützungsangebote können helfen, erläuterte Kölbl beim Themenabend "Demenz" in der Cafeteria des SSH Fuchsmühl.

Der Demenzkranke sei ein alter Mensch mit vollständig ausgereifter Persönlichkeit, betonte der Referent. Hubert Kölbl machte deutlich: Auch wenn mancher sich bei den Dingen, um die es in der Pflege von Demenzkranken geht, an kleine Kinder oder Babys erinnert fühlen mag - der Patient sei keineswegs ein Kleinkind, sondern ein erwachsener Mensch. Aber wie soll man ihm gerecht werden? Das Problem Demenz könne Angehörige mitunter vor große Probleme stellen, und das 365 Tage im Jahr. Die Begleitung im "Andersland" verlange die Aufbietung aller Kräfte, schloss Kölbl. Gäste und Zuhörern bot sich während des Vortrages, aber auch danach reichlich Gelegenheit, sich zum Themenbereich Demenz äußern zu können, Fragen zu stellen und im offenen Dialog mit dem Dozenten und den Leitungskräften des Senioren-Servicehauses Claudia Englmann und Christine Riedl die bereits gewonnenen Erfahrungen auszutauschen.
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