20.04.2018 - 20:00 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Nicole Fürst hält Rückschau bei der Mitterteicher Tafel Beachtliche Bilanz des sozialen Ehrenamtes

Die Neuwahl eines Schriftführers wird bei der "Mitterteicher Tafel" zu einer schwierigen Angelegenheit. Grund ist der plötzliche Rücktritt vom Rücktritt des bisherigen Amtsinhabers.

Ehrenamtskarten für den Einsatz bei der "Mitterteicher Tafel" überreicht Nicole Fürst (links) Ute Vollmering sowie Ramona und Roland Glowka (Dritte bis Fünfter von links). Bild: wro
von Werner RoblProfil

Mitterteich. Nicole Fürst ist seit einem Jahr Vorsitzende der "Mitterteicher Tafel". Beim Treffen im Gasthof "Weißenstein" gestand die Fuchsmühlerin: "Ich kann mir ein Leben ohne dieses Ehrenamt nicht mehr vorstellen." Bereits zwölf Monate nach den Wahlen war erneut ein Urnengang fällig. Schriftführer Gottfried Sperrer wollte nach einem Jahr aus persönlichen Gründen das Amt niederlegen. Bei der Veranstaltung erklärte er überraschend den Rücktritt vom Rücktritt. Werner Robl hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bereiterklärt hatte, als Nachfolger zu kandidieren. Nach einer kurzen Unterbrechung der Veranstaltung einigte man sich auf eine geheime Wahl zwischen beiden Kandidaten. Der von Fürst vorgeschlagene Robl gewann die Kampfabstimmung mit 23:10 Stimmen.

Grußworte sprachen Bürgermeister Wolfgang Braun und Roland Grillmeier für den Landkreis. Die Grüße des Bezirks übermittelte Toni Dutz, der Fürst für die Arbeit ein Geldkuvert in die Hand drückte. Aufschlussreich war der mit Bildern unterlegte Rückblick der Tafel-Chefin. Deutlich hob sie hervor, dass die Einrichtung einen wertvollen Beitrag leiste und allen zur Verfügung stehe.

"Auch in "blühenden Landschaften" fallen Menschen durchs Raster", betonte sie. "Es gibt Menschen, die das Recht haben, die Tafel zu nutzen, aus Scham oder Stolz jedoch fern bleiben." Als einen Höhepunkt bezeichnete sie das Fest zum zehnjährigen Bestehen der Tafel, das mit einer "Bürgermeister-Wette" verbunden war. "Sie ging für uns verloren", freute sie sich über den erhofften "Misserfolg", der für Aufsehen und viele Sachspenden sorgte.

Das öffentliche Interesse an der Tafel sei größer denn je und das Spendenaufkommen steige. Seine Wirkung verfehlte auch der jüngste Sammelaufruf nicht, mit dem die Neu-Beschaffung energiesparender Kühlgeräte realisiert werden kann: "Wir modernisieren jetzt. Es wird geackert", ermunterte Fürst die Leute, die Ärmel hochzukrempeln. "Die Kühlkette muss lückenlos nachgewiesen werden", betonte sie und kündigte nach Abschluss einen Tag der offenen Tür an. Fest steht der Termin für einen Hubert-Treml-Abend am 22. September in Fuchsmühl. Unter dem Titel "So ein Theater" werden Einblicke in eine Ehe zu sehen sein.

Gastrednerin Brigitte Scharf hob die Notwendigkeit der Einrichtung hervor. Kritik übte sie an Gesundheitsminister Jens Spahn, der sagte: "Niemand muss in Deutschland hungern." Scharf: "Freilich ist dies so, es gibt ja die Tafeln." Der Politiker dürfe gerne in der Tafel mithelfen, lud sie ihn zu einem "Armutspraktikum" in die Einrichtung ein und rechnete vor, dass die Harz-IV-Sätze oft nicht ausreichen.

Als Dankeschön für die ehrenamtlich geleistete Arbeit überreichte Vorsitzende Nicole Fürst Ehrenamtskarten an die Mitarbeiter Ute Vollmering, Silvia Schemm, Resi Kreger, Roland Glowka, Ramona Glowka, Silvia Härtl und Monika Hoyer. Anton Schraml hatte die Ehrenamtskarte bereits bei der zurückliegenden Weihnachtsfeier bekommen.

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