Paukenschlag bei der AWO-Jahreshauptversammlung
Kompletter Vorstand tritt nicht mehr an

Die AWO-Jahresversammlung endete mit einer Überraschung. Vorsitzender Edwin Ulrich (links) wird bei den Wahlen im nächsten Jahr nicht mehr kandieren. Nicht mehr antreten will auch der Rest des Vorstandsteams. Bild: wro
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Fuchsmühl
18.10.2017
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Bekannt ist: Nächstes Jahr finden bei der AWO Fuchsmühl turnusgemäß Neuwahlen statt. Aber damit hatte wohl keines der Mitglieder gerechnet: Nach aktuellem Stand will das komplette Vorstandsteam nicht mehr antreten. Vorsitzender Edwin Ulrich appellierte deshalb bereits jetzt in der Jahreshauptversammlung an die engagierten Vereinsmitglieder, sich hier einzubringen.

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien begründet Edwin Ulrich seinen Entschluss, nicht mehr als Vorsitzender der AWO zu kandidieren, mit dem vielfältigen, zeitintensiven Engagement unter anderem in mehreren Fuchsmühler Vereinen. Wichtig wäre, junge Mitglieder für die Arbeit im Vorstandsgremium zu gewinnen, so Edwin Ulrich.

Referent sagt ab

Aber die Entscheidung Ulrichs war nicht die einzige Überraschung des Tages. Edwin Ulrich hatte im Vorfeld die Tagesordnung ausgearbeitet und auf den Sitzungstischen ausgelegt. "Wir müssen daraus wieder einen wichtigen Punkt streichen", bedauerte er sichtlich angesäuert. Unter Punkt 3 war zu lesen: "Vortrag zum Thema Erfahrungen in der rechten Szene. Mein Weg aus der Szene." Eingeladen war ein Referent der Georg-von-Vollmar-Akademie. "Kurzfristig hat er am Mittag wieder abgesagt", schimpfte der Vorsitzende und fügte verärgert hinzu: "Dann auch noch per SMS." Grund für die Absage seien terminliche Missverständnisse.

Stellvertretend für Hannelore Bienlein-Holl verlas Elke Ulrich das Protokoll. Vorsitzender Edwin Ulrich informierte über die Mitgliederentwicklung. Aktuell zählt der AWO-Ortsverband 132 Mitglieder (zwei Neuaufnahmen). Ulrich rechnete vor: "Im Vergleich zum Vorjahr beutet das einen Mitgliederverlust von 15." Es gab vier Sterbefälle. "Da wir immer zu wenig Leute haben, um Sammlungen durchführen, hatten wir entschieden, statt wie früher zwei, nur noch eine Sammlung vorzunehmen", erinnerte der Vorsitzende an den entsprechenden Beschluss vor einem Jahr. Sieglinde Sperber und Erich Köllner dankte er für den Einsatz an den Fuchsmühler Haustüren. Danke sagte er aber auch den weiteren Vorstandskollegen, auf die man sich verlassen könne. Abschließend erinnerte der Vorsitzende an den Ehrenabend der Gemeinde am 28. Oktober. Beteiligen wolle man sich auch am Volkstrauertag, der in Fuchsmühl bereits am Samstag, 18. November, stattfindet. Um Teilnahme bat er auch an der Weihnachtsfeier am 17. Dezember. Ausblickend empfahl er, sich für die Fahrt nach Oberwiesenthal im Sommer kommenden Jahres rechtzeitig anzumelden. Den Ausführungen Ulrichs folgten die Grüße der Marktgemeinde durch Bürgermeister Wolfgang Braun. Kreisvorsitzender Thomas Döhler dankte dem Ortsverband mit persönlichen Worten.
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