05.07.2017 - 20:00 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

SPD baut auf bewährte Spitze

Jüngere Leute für die Mitarbeit im Ortsverein will die Fuchsmühler SPD gewinnen. Mit der Einbindung von Wolfgang Eiglmeier als stellvertretenden Vorsitzenden ist ein Anfang gemacht.

Das neue Vorstandsgremium des SPD-Ortsvereins mit Vorsitzendem Udo Fürst (Zweiter von links). Bild: fue
von Autor FUEProfil

Die SPD geht mit fast unveränderter Spitze in die nächsten zwei Jahre. Vorsitzender Udo Fürst wurde ebenso einmütig bestätigt wie seine Stellvertreter Hermann Stock und Philipp Gerg. Lediglich für Angela Sperrer, die nicht mehr kandidierte, rückt mit Wolfgang Eiglmeier ein Neuer in das Vorstandsgremium auf. Bei der Jahresversammlung im Gasthof Weißenstein wurden auch zahlreiche Delegierte gewählt.

In seinem Bericht sagte Udo Fürst, dass vor dem SPD-Ortsverein arbeitsreiche und schwierige Jahre mit einem Generationswechsel lägen. Ziel müsse es sein, jüngere Leute für die SPD und die bevorstehenden Kommunalwahlen zu gewinnen. Ein Anfang sei mit dem Nachfolger der aus dem Gemeinderat ausgeschiedenen Angela Sperrer gemacht. "Mit Wolfgang Eiglmeier sitzt jetzt ein engagierter und in vielen Vereinen aktiver Mann im Gremium. Er ist einer unserer Hoffnungsträger", sagte der Vorsitzende.

Künftig setze man auch vermehrt auf die Jusos, doch sei dies nicht einfach, weil viele junge Sozialdemokraten ihren Lebensmittelpunkt aus beruflichen Gründen nicht mehr in Fuchsmühl hätten. In den nächsten Monaten werde man sich verstärkt mit dem Thema Gemeinderatsliste befassen. In Bezug auf die Bundespolitik bedauerte Fürst, dass die SPD in den Umfragen nach einem kräftigen Hoch wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet sei. "Wir haben aber keinen Grund, die Flinte jetzt schon ins Korn zu werfen. Ich erinnere an eine Wahl mit Gerhard Schröter, als der einen unaufholbar scheinenden Rückstand noch in einen Sieg verwandelte. Das können wir auch heuer schaffen."

Im Gegensatz zu den mutlosen und teilweise von der SPD abgekupferten Ideen der CDU/CSU, so Fürst, habe die SPD ein beachtliches Wahlprogramm vorzuweisen. "Es ist nicht zu spät, aber es kommt auf jede Stimme und auf den Kampfgeist jedes einzelnen Sozialdemokraten an, die Wahl noch zu gewinnen", betonte Fürst. Nach dem Kassenbericht von Rainer Bleistein und dem von Revisor Gerhard Härtl schloss sich eine rege Aussprache an. Dabei ging es sowohl um die "große" als auch um die Kommunalpolitik.

Ehrenvorsitzender Arno Sattler warnte vor den Erwerb privater Häuser durch die Kommune. "Das kann nicht die Aufgabe der Gemeinde sein." Undurchsichtige Zahlenspiele seien hier fehl am Platz. Vielmehr sollte man sich Gedanken um die Zukunft der alten Schlosswohnungen machen, die ja im Gemeindebesitz sind. Heinrich Ulrich jun. mahnte die Einhaltung von Gemeinderatsbeschlüssen bezüglich Abholzungen und Neuanpflanzungen im Ortsbereich an.

Vorstand und Delegierte

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Udo Fürst, stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Eiglmeier, Philipp Gerg und Hermann Stock, Kassierer Rainer Bleistein, Schriftführerin Hannelore Bienlein-Holl, Organisationsleiter Gustav Sperber, Edwin Ulrich und Andreas Spörrer, Bildungsbeauftragte Dominik Fürst und Kathi Stock, Seniorenbeauftragte Heinrich Schärl und Heinrich Ulrich sen., Frauenbeauftragte Ramona Glowka und Sieglinde Sperber, Beisitzer Nicole Fürst und Lukas Gerg, Kassenrevisoren Gerhard Härtl und Ernst Tippmann. Delegierte zur Kreiskonferenz sind Rainer Bleistein, Sieglinde Sperber, Heinrich Ulrich jun. und Hermann Stock; zur Unterbezirkskonferenz fahren Udo Fürst und Hannelore Bienlein-Holl. Schließlich wurden noch die Delegierten zur Stimmkreiskonferenz für die Landtags- und Bezirkswahl gewählt: Hannelore Bienlein-Holl, Udo Fürst, Hermann Stock und Nicole Fürst. (fue)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp