23.02.2018 - 15:26 Uhr
Gebenbach

Musikantentreffen in Gebenbach Volksmusik vereint Jung und Alt

Jung trifft Alt, dieses Motto setzen die Teilnehmer in die Tat um beim Musikabend, zu dem die Volksmusikgruppen aus Gebenbach eingeladen haben. Heraus kommt eine sehr kurzweilige Veranstaltung.

Als die Stubenmusik vor mehr als 40 Jahren loslegt, geht es mit der Volksmusik in Gebenbach so richtig bergauf. Rita Butz (stehend) leitet inzwischen bereits die dritte Generation.
von Autor SWOProfil

Der Saal des Gasthauses Obermeier war schnell gefüllt. Anlass für das Treffen war eine Einladung, die Gebenbacher Jugendliche an Michl und Bärbel Ponader aus Nagel, einem Ort im Fichtelgebirge, anlässlich des Herbsttreffens des bayerischen Landesvereins für Heimatpflege ausgesprochen hatten. Die Ponaders hatten dort als Dozenten gewirkt und sich mit ihrer lockeren Art bei den Kindern und Jugendlichen aus Gebenbach schnell beliebt gemacht.

Unter den Namen "Die flotten Saiten" sind Bärbel und Michl Ponader mit Zither, Harfe, Akkordeon, Flöte und Okarina seit 19 Jahren unterwegs und gestalten vorwiegend kirchliche Feiern und Vereinsfeste. Zuletzt spielten sie aber auch zusammen mit ihren drei musikalischen Söhnen bei einer politischen Veranstaltung im Kloster Banz.

Zusammen mit Rita Butz, die engagiert für die Volksmusik eintritt und in Gebenbach schon viele Kinder und Jugendlichen in Gesang, Gitarre, Zither und Hackbrett ausgebildet hat, planten und organisierten die Jugendlichen den unterhaltsamen Abend. Mitwirkende waren die AOVE-Veeh-Harfen, die Klangbrettgruppe Klangsaiten der MGV-Viergesang, das Duo Martina und Annchristina mit Zither und Hackbrett, die Nachwuchssängerinnen Tamia und Maria, ein Nachwuchs-Zither-Trio, die Stubenmusik Gebenbach, die Stauber-Moidln und die Gitarrengruppe.

Mit Instrumentalstücken und Liedern wie der Krebspolka, der Sternpolka, "Leit, Leit, Leitl müasst's lustig sei", "Hans, bleib dou", "s'Bibihenderl", "Springt der Hirsch" oder "Hinter derer Hollerstaudn" machten die Musiker und Sänger den Abend zu einem kurzweiligen Erlebnis. Die zahlreichen Zuhörer konnten dabei auch mitsingen und -tanzen. Da machte es auch nichts aus, dass die Veranstaltung etwas länger dauerte als geplant. Aufgelockert wurde sie mit lustigen Geschichten, die Hans Lier aus Sulzbach-Rosenberg in Mundart vortrug, sowie von Witzen, die die Kinder erzählten.

Durch den Abend führten neben Rita Butz als Co-Moderatoren Theresa Schreglmann, Cornelia Siegert und Michael Mende. Bürgermeister Peter Dotzler und Kreisheimatpflegerin Martha Pruy lobten das aktive und engagierte Musizieren in Gebenbach insbesondere im Bereich der Volksmusik mit Kindern und Jugendlichen. Dafür machten sie auch schnell eine Verantwortliche aus. "Rita Butz trägt dafür den Hauptanteil und verdient höchste Anerkennung, weil sie es mit ihrer Art und ihrem Engagement immer wieder schafft, Kinder und Jugendliche für die Volksmusik zu begeistern", sagte Dotzler. Ihre Handschrift sei hier deutlich erkennbar, stellten er und Pruy fest.

Bestes Beispiel dafür seien die Stauber-Moidln, mit denen sie nicht nur in der Gemeinde und im Landkreis bekannt sei, sondern auch schon einen Auftritt in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin absolviert habe. Mit den beiden erst um die zehn Jahre alten Mädchen Maria und Tamia stünden bereits die nächsten gesanglichen Nachwuchskünstlerinnen in den Startlöchern. Dotzler unterstützte die Arbeit der Kinder und Jugendlichen mit einem Geldgeschenk. Den krönenden Anschluss des Abends bildete das Lied vom "Vogelbeerbaum", das gemeinsam gesungen wurde.

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