Bei Bürgerversammlung zieht Gebenbacher Gemeindeoberhaupt positive Bilanz
Pfarrhof-Sanierung große Herausforderung

Bürgermeister Peter Dotzler erläutert den Bürgern die gemeindlichen Projekte. Bild: zöh
Politik
Gebenbach
30.12.2016
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Auf reges Interesse stieß die unlängst abgehaltene Bürgerversammlung. Bürgermeister Peter Dotzler erläuterte den Zuhörern, mit welchen Themen sich der Gemeinderat im laufenden Jahr auseinanderzusetzen hatte und welche Projekte für die kommenden Jahre geplant sind. Es gab aber auch kritische Stimmen.

Fördermittel zugesagt

Mit dem Umbau des Badeweihers in ein Naturschwimmbad wurde laut Dotzler die Dorferneuerung in Atzmannsricht baulich abgeschlossen. Die Planungen für die Dorferneuerung in Kainsricht sind in vollem Gange. Fördermittel in Höhe von mindestens 432 000 Euro sind bereits zugesagt, im nächsten Jahr kann mit den ersten Maßnahmen begonnen werden. Ebenfalls 2017 sollen Kainsricht und das Gewerbegebiet West mit schnellem Internet versorgt werden. Im Zuge der Fortschreibung des Kernwegenetzes könnten die Abschnitte von Gebenbach nach Burgstall und Mausdorf schon bald ausgebaut werden. Allerdings hängt dies von der Zustimmung der Anlieger ab. Die Erschließung des Gewerbegebiets West und die Entwicklung von Bauland sollen ebenfalls vorangetrieben werden.

Eine große Herausforderung stellt nach Aussagen Dotzlers die Innenentwicklung von Gebenbach mit der Sanierung des Pfarrhofs dar. Ein Grobkonzept zur Umsetzung dieser Maßnahme liegt bereits vor. Für die Ausstattung der beiden Ortsfeuerwehren gab die Gemeinde heuer rund 10 000 Euro aus. In ein neues Löschfahrzeug werden im nächsten Jahr etwa 200 000 Euro investiert.

Die Einwohnerzahl ist stabil bei etwas über 900 Menschen. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist gesunken, die Steuerkraft pro Einwohner liegt über dem Landesdurchschnitt. Als erfreulich bezeichnete der Bürgermeister auch die Geburtenentwicklung und die gestiegene Anzahl der Bauanträge für Wohngebäude. Die Grundschule und die Kindertagesstätte sind laut Dotzler gut ausgelastet.

Aus den Reihen der Zuhörer kamen lediglich zwei Anfragen. Wie bereits vor zwei Jahren, erkundigte sich Richard Kellner, warum die Protokolle der öffentlichen Gemeinderatssitzungen noch immer nicht auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden: "Die Bürger könnten sich dann direkt über die Beschlüsse informieren, und es wären nicht so viele Gerüchte in Umlauf." Bürgermeister Dotzler verwies auf die unklare Rechtslage. Diesen Einwand konnten die Zuhörer allerdings nicht nachvollziehen, zumal andere Landkreisgemeinden ihre Protokolle im Internet zur Verfügung stellen.

Daten werden übermittelt

Wie schon im Vorjahr fragte Werner Kaiser, wann die Daten der Geschwindigkeitsmessgeräte an der Bundesstraße 14 endlich an die Polizei weitergeleitet werden. "Die zahlreichen Raser gefährden die Sicherheit der Bevölkerung, und die Gemeinde unternimmt nichts", beklagte er. Der Bürgermeister sagte zu, dass die Daten demnächst an die Polizei übermittelt werden.

Die zahlreichen Raser gefährden die Sicherheit der Bevölkerung, und die Gemeinde unternimmt nichts.Werner Kaiser
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