Einweihung der neuen Waldspielfläche
Räuber hausen im Holzstadel

Politik
Gebenbach
30.06.2017
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Knapp ein Jahr gibt es in Kainsricht den Räuberwald. Den Waldkindergarten besuchen derzeit 18 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Nun wurden Waldspielfläche und massiver Holzstadel eingeweiht.

Kainsricht. (gfr) Träger des Waldkindergartens ist der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach. Geleitet wird der Räuberwald von Sabine Lindner, die zusammen mit zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin die "Räuber" im Vorschulalter betreut.

Eltern können ihre Kinder ab 7.30 Uhr in Kainsricht abliefern, dann zieht die Räuber-Schar hinauf zum Räuberwald. Um die Mittagszeit geht es wieder nach Kainsricht zum Mittagessen. Im Anschluss werden bis zum späten Nachmittag die Kinder locker beaufsichtigt und beschäftigt. Im schattigen Räuberwald gibt es ein Geiernest, das Waldzimmer und die Waldküche sowie natürlich auch die notwendigen hygienischen Einrichtungen.

Zwei Container wurden mit einem in Holzkonstruktion errichteten Stadel überbaut, falls das Wetter einmal das Spielen im Freien nicht erlauben sollte. Der Lions-Club Amberg ermöglichte mit einer finanziellen Zuwendung die Anschaffung eines Indianer-Tipis. "Unsere Kleinsten brauchen Schutz", betonte Pfarrvikar Christian Preitschaft, als er dem Waldkindergarten segnete. Frei, offen und ehrlicher als Erwachsene würden Kinder drauflos plappern, so der Geistliche, und jeder müsse automatisch lächeln, wenn er in fröhliche Kinderaugen blicke.

Nachdem alle bürokratischen Hürden überwunden waren, wurde vor gut zehn Monaten mit Unterstützung vieler helfenden Hände der Waldkindergarten gestartet. Am Anfang seien es sechs Kinder gewesen, meinte Leiterin Sabine Lindner. Derzeit kämen regelmäßig 18 Vorschulkinder in den Kainsrichter Räuberwald, "wo die Natur alles kostenlos zur Verfügung stellt, was Kinder zum zwanglosen Spielen brauchen".

Bürgermeister Peter Dotzler unterstrich, dass dieser Waldkindergarten den Ort Kainsricht und die gesamte Gemeinde Gebenbach aufwerte. Kinderbetreuung sei wichtig für Kommunen, und er gehe davon aus, dass die jungen Eltern in seiner Gemeinde dafür sorgten, dass dem Räuberwald der Nachschub nicht ausgehe. Die Gemeinde werde jedenfalls "den Räuberwald finanziell nicht links liegen lassen".

Kinder seien für eine Gesellschaft wichtig, betonte BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann. Daher habe sich das Rote Kreuz auch für die Übernahme der Trägerschaft für diesen Waldkindergartens entschlossen.

Die Gäste der Einweihungsfeier wurden reichlich bewirtet. Für die Mädchen und Buben gab es Spiele im schattigen Wald, und später hörte man den Buschtrommel-Kurs bis runter nach Kainsricht.
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