12.03.2018 - 17:06 Uhr
Gebenbach

Gebenbacher Gemeinderat befasst sich mit Dorferneuerung von Kainsricht Bei Kapelle soll Platz entstehen

Auf insgesamt 800 000 Euro veranschlagt sind die Kosten für die Dorferneuerung von Kainsricht. Die Planungen sehen eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen vor, die dem Gebenbacher Gemeinderat nun vorgestellt werden.

von Autor DPEProfil

Nachdem die Einwohner von Kainsricht bei einer Informationsversammlung im Vorfeld über die Vorhaben für die öffentlichen Verkehrsflächen in ihrer Ortschaft hatten befinden können, stellte der Planer Karl Spindler (Kastl) bei der Sitzung im Rathaus dem Gremium die Pläne vor. Bürgermeister Peter Dotzler ging auf diese Maßnahme ein. Demnach hatten Baugrunduntersuchungen im Ort, Behördentermine zum Standort der Bushaltestelle und eine Grundlagenermittlung für die Erneuerung der Wasserversorgung stattgefunden.

Als erster Bauabschnitt wurde die Sanierung der Dorfkapelle im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Für die Errichtung eines Gemeinschaftshauses laufen die Verhandlungen zum Grunderwerb. Nun sind die öffentlichen Verkehrsflächen an der Reihe. Die Entwürfe Spindlers wurden von der Bevölkerung befürwortet. Darauf ging der Planer vor dem Gemeinderat ein. Laut seinen Vorstellungen bleibt die Linienführung der Straßen erhalten. Die Fahrbahnen werden in den Randbereichen eingefasst und mit einer neuen Tragschicht und Oberdecke versehen. Im Bereich der Dorfmitte mit dem Kreuzungsbereich bei der Kapelle entsteht ein gepflasteter Einmündungsbereich, der einen Platzcharakter erhalten soll.

In diesem Bereich ist aufgrund des labilen Untergrunds ein Bodenaustausch notwendig, dieses Areal soll auch zum angrenzenden Graben abgesenkt werden. Dadurch entsteht quasi eine Flutmulde, die etwaige Hochwässer direkt in den Graben leitet. Die Engstelle aus Richtung Schalkenthan wird durch einen befahrbaren Straßenrand etwas entschärft. Bei einer weiteren Engstelle in Richtung Atzmannsricht wird eine Aufweitung geprüft.

Ein zentrales Element in der Dorfmitte ist der Löschweiher. Er ist bisher technisch ausgeführt mit Betoneinfassung und einem Zaun zur Absicherung. An der Betoneinfassung und dem Zaun nagt der Zahn der Zeit, ebenso hat laut Spindler die Optik Luft nach oben. Er schlug hier einen Weiher mit sanften Ufer-Böschungen vor, der ohne Umzäunung auskommt. Um die Funktion des Gewässers als Löschweiher zu erhalten, war es Gemeinderat und Ortsvorsteher Franz Gottschalk wichtig, dass ein Mindestvolumen von 200 Kubikmeter Wasser erhalten bleibt. Dies sah auch das Gremium so, hier müsse der Planer nochmals nacharbeiten, war die einhellige Meinung. Der Gemeinderat segnete die Planung einstimmig ab, die nun zur Genehmigung beim Amt für Ländliche Entwicklung eingereicht wird.

Das Gremium segnete die Jahresrechnung 2016 ab und beauftragte die Räte Franz Gottschalk, Norbert Hager und Thomas Kraus zur Prüfung der Rechnung 2017. Eine Bauvoranfrage in Atzmannsricht (Errichtung eines Wohnhauses im skandinavischen Stil und mit grauer Fassade) wurde ebenso genehmigt wie der vorhabenbezogene Bebauungsplan Gewerbegebiet Dürnsricht-Ost des Marktes Hahnbach.

Peter Dotzler gab bekannt, dass die Gemeinde für die Schöffenwahl des Landgerichts Amberg zwei Vorschläge machen soll - Interessenten können sich bei der Verwaltungsgemeinschaft, der Gemeinde oder bei ihm melden. Der Bürgermeister informierte weiter, dass über ein Leader-Projekt historische Kulturlandschaften im Landkreis Amberg-Sulzbach erfasst werden sollen.

Wie Dotzler informierte, hat Innenminister Joachim Hermann die Gemeinden angeschrieben, aufgrund des laufenden Volksbegehrens derzeit keine Straßenausbaubescheide zu erlassen. Gemeinderat Thomas Kraus fragte nach zu den Baumfällarbeiten in Atzmannsricht. Er bemängelte hier vor allem die unsaubere Arbeitsweise und wünschte eine Nachbesserung. Norbert Hager wollte wissen, ob bei den Baumfällarbeiten im Irl Brennholz für Selbstwerber anfällt. Das wurde bejaht, Interessenten sollten sich an das Forstamt Hahnbach wenden. Fraktionssprecher Markus Rösch übergab dem Bürgermeister für die CSU-JA-Fraktion einen Antrag zur Aufnahme von Haushaltsmitteln für 2018.

Splitter

Aus zwei wird eine

Als kleinste Ortschaft der Gemeinde Gebenbach besitzt Kainsricht zwei Bushaltestellen, die im Zuge der Dorferneuerung auf eine zusammengelegt werden. Direkt an der südlichen Ortseinfahrt entstehen rechts und links zwei barrierefreie Bushaltestellen. Während in Richtung Kainsricht ein Bushäuschen problemlos am Straßenrand platziert werden kann, stellt dies in Richtung Gebenbach ein Problem dar. Hier wird auf Anregung von Gemeinderat Markus Rösch geprüft, ob nicht ein schmales Häuschen zu Beginn der Haltestelle Platz finden kann.

Zu wenige Plätze

Ein Treffen mit den Verantwortlichen im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach hat laut Dotzler ergeben, dass es zu wenig Kindergarten- als auch Krippenplätze gibt. Die Gemeinde werde deshalb in Planungen einsteigen, um dieses Angebots zu erweitern. Hinsichtlich der Fördermittel sei der Zeitpunkt günstig, und auch die Kreisjugendbehörde begrüße einen solchen Schritt.

Mehr Geld für AOVE

Geschlossen stimmte der Gemeinderat der Erhöhung der AOVE-Einwohnerumlage zu, die um rund einen Euro auf 3,60 Euro steigt. Dies bedeutet die erste Anpassung seit Gründung der AOVE und wurde aufgrund der Kostenentwicklung notwendig. (dpe)

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