Gemeinde Gebenbach tritt dem Zweckverband Kommunaler Verkehrsüberwachung bei
Autoraser ausbremsen

Politik
Gebenbach
09.07.2017
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Die Gebenbacher Ortseinfahrten bereiten den Gemeinderäten schon seit langem Sorgen: Viel zu schnell rasen Autofahrer in das Dorf hinein.

Weil Geschwindigkeits-Messgeräte nicht helfen, will die Gemeinde nun dem Zweckverband Kommunaler Verkehrsüberwachung beitreten. Statt eines Geräts würden dann Beamte die Temposünder kontrollieren. "Wir postieren uns da, wo die Gefahrenpunkte eines Ortes sind", erklärte Christoph Schmid, Mitarbeiter des Zweckverbandes, bei der Gemeinderatssitzung. Kommunen können Kontrollstellen vorschlagen, und bei einer Ortsbegehung wird entschieden, ob diese geeignet sind. Die Überwachung beschränkt sich hauptsächlich auf das Ortsinnere. "Außerorts dürfen wir nur dort kontrollieren, wo beispielsweise ein Unfallschwerpunkt ist", ergänzte Schmid.

Bürgermeister Peter Dotzler (Freie Wähler) ist optimistisch, mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung etwas bewirken zu können. "Wenn sich herumspricht, dass wir in Gebenbach kontrollieren, fahren viele bestimmt langsamer." Eine mögliche Messstellen sehen das Gemeindeoberhaupt und das Gremium auch am Sportplatz. Für Ratsmitglied Hermann Zöller (Freie Wähler) ist es wichtig, langfristig etwas zu bewirken. "Wir reden schon so lange davon, endlich was gegen die Raser zu unternehmen." Wenn die Gemeinde jetzt etwas mache, dann dauerhaft.

Tritt eine Gemeinde dem Zweckverband bei, überwachen und bearbeiten Beamte an gewünschter Stelle sowohl den fließenden als auch den ruhenden Verkehr. Der Vorteil für die Mitgliedsgemeinden: "Alle Warn- und Bußgelder bekommt die Kommune", betonte Schmid. Ein positiver Nebeneffekt, aber kein entscheidender Punkt, wie Zöller findet. "Es geht bei der Sache um die Sicherheit der Bürger, und nicht um Einnahmen für das Dorf."
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