Sitzung des Gebenbacher Gemeinderats
Gewerbegebiet wächst entlang der B 14

Vor 15 Jahren wurde das Gewerbegebiet Gebenbach West ausgewiesen. Bisher haben sich eine Biogasanlage und eine Firma für Sondermaschinenbau angesiedelt. Das Areal soll nun erweitert werden. Bild: zöh
Politik
Gebenbach
03.12.2016
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Das Gebenbacher Gewerbegebiet West soll größer werden. Dazu musste der Gemeinderat den Flächennutzungsplan ändern.

Das Gewerbegebiet umfasst laut Flächennutzungsplan der Gemeinde 17,28 Hektar. Die zentral in dem Areal liegende Biogasanlage erschwert wegen ihrer Emissionen jedoch weitere Firmenansiedlungen. Außerdem hat sich gezeigt, dass ansiedlungswillige Unternehmen einen Standort nahe an der Bundesstraße 14 vorziehen würden.

Um die Nachhaltigkeit der bisherigen Erschließungsinvestitionen zu sichern, beschloss das Gremium in seiner Sitzung einstimmig, den Flächennutzungsplan um ein Gebiet von 9,2 Hektar entlang der B 14, zu erweitern. Dazu sollen die bisherigen Landwirtschafts- zu Gewerbeflächen umgeplant werden. Das Aufstellungsverfahren erfolgt auf der Grundlage des Entwurfs, den das gemeindliche Bauamt erstellt. Eine frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange ist vorgesehen.

Ohne Gegenstimme wurde der Antrag auf Neubau einer Trafostation genehmigt. Die Firma Bayernwerk AG aus Regensburg plant den Abbruch des birherigen turmähnlichen Gebäudes im Norden von Gebenbach. An gleicher Stelle soll eine wesentlich kleinere Station errichtet werden.

Vorläufig zurückgestellt wurde ein Antrag der Firma N-Ergie AG aus Nürnberg auf Errichtung und Betrieb einer Ladesäule für Autos im öffentlichen Raum. In der Eingabe werden die der Gemeinde entstehenden Kosten zwischen 8000 und 17 800 Euro beziffert, was der Gemeinderat als deutlich zu hoch bewertete, zumal die Gemeinde nicht Eigentümerin der Ladesäule wäre. Es sollen jedoch weitere Angebote für den Bau und Betrieb von Ladesäulen eingeholt werden.

Die Abgabe einer vom Kommunalen Bayerischen Prüfungsverband empfohlenen Optionserklärung zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes wurde einstimmig beschlossen. Bürgermeister Peter Dotzler gab nichtöffentliche Beschlüsse bekannt. Die Arbeiten zur Neugestaltung des Badeweihers in Atzmannsricht gingen an die Firma Niebler in Amberg. Mit der Planung zur Teilerschließung des Gewerbegebiets West und der Beantragung einer Änderung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Kläranlage wurde die Firma Seuß in Amberg beauftragt. Die Kosten für die Reinigung des Atzmannsrichter Gemeinschaftshauses übernimmt die Gemeinde.

Der Bürgermeister informierte, dass die geplante Exkursion zum Thema städtebauliche Maßnahmen entfällt, da laut Regierung der Oberpfalz derzeit in Gebenbach keine derartigen Projekte möglich sind. Der angekündigte Räum- und Streuplan soll in der nächsten Sitzung vorgelegt werden.
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