DJK Gebenbach besiegt Don Bosco Bamberg - Seifert-Doppelpack
Einfach effektiver

Gebenbachs Torhüter Michael Nitzbon (Mitte hinten) hatte in der Partie gegen Don Bosco Bamberg (gelbe Trikots) einiges zu tun, um seinen Kasten sauber zu halten. Bild: Ziegler
Sport
Gebenbach
08.04.2018
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Nach acht Tabellenplätzen Differenz sieht es in der Bayernligapartie zwischen der DJK Gebenbach und Don Bosco Bamberg nicht aus. Beide Teams liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Einen entscheidenden Unterschied gibt es dann aber doch.

"Wir haben zwar 3:0 gewonnen, es waren aber viele Momente im Spiel, in denen wir durchaus Gegentreffer hätten kassieren können", sagte Trainer Faruk Maloku nach dem Heimsieg des Tabellenfünften DJK Gebenbach gegen den Dreizehnten DJK Don Bosco Bamberg. "Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt, Bamberg nicht. Das war der Unterschied."

Bereits nach 45 Sekunden tauchte der schnelle Bamberger Daniel Schäffler alleine vor Gebenbachs Torhüter Michael Nitzbon auf, der setzte den Angreifer unter Druck, verkürzte den Winkel und Schäffler schob den Ball am Tor vorbei. Im Gegenzug war Marco Seifert über halbrechts frei durch, verzog aber.

Seifert mit dem Hinterkopf

Kurz danach gelang Seifert mit einem kuriosen Treffer aber doch das 1:0 (6.). Wie schon im Heimspiel zuvor gegen Aschaffenburg, als der Ball noch am Pfosten landete, war er nach einem weiten Einwurf wieder mit dem Hinterkopf zur Stelle und der Ball senkte sich diesmal als Bogenlampe über Torhüter Trunk zum 1:0 ins lange Eck.

Vom Anstoß weg hätten die Oberfranken postwendend ausgleichen können. Wieder war es Torhüter Nitzbon, der eine Eins-gegen-Eins-Situation im Duell mit Martin Körner für sich entschied. Dann war wieder Gebenbach an der Reihe: Innenverteidiger Lukas Libotovsky traf den Pfosten, den Nachschuss konnte Gästetorhüter Trunk abwehren. Die Situation schien bereits bereinigt, aber nach einem schnellen Ballgewinn passte Dominik Haller perfekt auf Marco Seifert, der sich die Chance nicht nehmen ließ und in der 14. Minute seinen zweiten Treffer markierte. "Das 2:0 war klasse herausgespielt. Aber dann haben wir den Faden verloren, konnten unser Spiel über die 90 Minuten gesehen nicht durchdrücken", sagte Trainer Faruk Maloku, der sich nach der klaren Führung ein dominantes Auftreten seiner Mannschaft gewünscht hätte.

Gebenbach im Glück

"Bis zur Halbzeit hat man gemerkt, das Bamberg spürt, dass wir anfällig sind", so Maloku weiter. Glück hatten die Gastgeber kurz vor der Pause, als die DJK Don Bosco nach einer Ecke beinahe das Anschlusstor erzielt hätte. "Wenn wir das machen, wird es vielleicht nocheinmal ein anderes Spiel. So ist es eben, wenn man hinten steht. Letztlich müssen wir aber akzeptieren, dass Gebenbach einfach effektiver war", bilanzierte Bambergs Trainer Mario Bail.


Auch nach dem Seitenwechsel prägten viele Unkonzentriertheiten im Aufbau den Spielfluss der Heimelf. So dauerte es bis zur 65. Minute, ehe der erste schöne Angriff über die rechte Seite die endgültige Entscheidung brachte. Wieder war es der äußerst agile Marco Seifert, der alleine aufs Gästetor zulief und im richtigen Moment auf den mitgelaufenen Timo Kohler passte, der nur noch einzuschieben brauchte. Zehn Minuten später durfte der "Mann des Spiels" unter dem Beifall der Zuschauer das Spielfeld verlassen, für Seifert spielte in der letzten Viertelstunde Pavel Novotny.

"Nach dem 3:0 war die Luft raus", so Maloku. Die Oberfranken hatten zwar durch den in die Spitze gerückten Daniel Schäffler noch einige Möglichkeiten zur Ergebniskorrektur. Torhüter Michael Nitzbon ließ sich aber auch in den Schlussminuten nicht mehr überwinden und sorgte dafür, dass die DJK nach der Winterpause zu Hause weiter ohne Gegentreffer bleibt.

DJK Gebenbach: Nitzbon, Jakob, Ceesay, Libotovsky, Böhm, Haller (62. J. Lindner), Kohler, Hempel, Seifert (76. Novotny), Becker (86. Fischer)

DJK Don Bosco Bamberg: Trunk, Strobler, Niersberger, Kettler, Esparza, Sengül, Wunder (61. Möhrlein), Schäffler, Fischer, Körner (67. Schwinn/74. Schmoll), Azizou Zoumbare

Tore: 1:0/2:0 (6./15.) Marco Seifert, 3:0 (65.) Timo Kohler - SR: Andreas Weichert (München) - Zuschauer: 305

Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt, Bamberg nicht.Faruk Maloku, Trainer DJK Gebenbach


So ist es eben, wenn man hinten steht.Marco Bail, Trainer der DJK Don Bosco Bamberg
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