23.03.2018 - 21:16 Uhr
Gebenbach

DJK Gebenbach erwartet Spitzenreiter Aschaffenburg Lange Bälle, zweite Bälle

Der Start ins neue Jahr misslingt. Nun droht der DJK Gebenbach in der Bayernliga Nord die nächste Pleite. Denn der Gegner heißt Viktoria Aschaffenburg - und deren Trainer Jochen Seitz kennt das Spielsystem des Aufsteigers.

Da klingelt die Kasse, wenn in Gebenbach der Spitzenreiter aufläuft. Der bisherige Zuschauerzuspruch zu den Spielen in der Bayernliga ist für den Aufsteiger sehr erfreulich: Mit 444 Besuchern im Schnitt liegt Gebenbach hinter dem Tabellenführer aus Aschaffenburg (718) auf Platz zwei. Bild: Ziegler
von Autor LIKProfil

Im Aufsteigerduell gab's bei Jahn Forchheim eine 1:4-Klatsche. Am Samstag, 24. März, wird um 15 Uhr in Gebenbach die Partie gegen keinen Geringeren als den Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten Viktoria Aschaffenburg angepfiffen.

Anders als die DJK entschieden die Unterfranken aus der nördlichsten Stadt Bayerns ihre Auftaktbegegnung gegen die SpVgg SV Weiden souverän mit 3:0 für sich und setzten sich damit zugleich an die Tabellenspitze. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die kompletteste Mannschaft der Liga, die gegenüber der direkten Konkurrenz noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat, wohl auch am Saisonende ganz vorne stehen wird.

Tabellenführer bleiben

Unmittelbar nach dem Heimerfolg stellte auch Viktorias Trainer klar, wie es bei den Blau-Weißen weitergehen soll: "Im Blick auf die Zukunft wollen wir natürlich die Tabellenführung nicht mehr hergeben", so Jochen Seitz: "Natürlich auch nicht beim Neuling Gebenbach." Die DJK operiere sehr viel mit langen Bällen und spekuliere dann auf die zweiten Bälle. "Darauf müssen wir uns in unserem Zweikampfverhalten einstellen," analysiert der Ex-Bundesliga-Profi die Mannschaft seines Trainerkollegen Faruk Maloku. Der DJK-Coach möchte hingegen, dass seine Spieler die richtigen Schlüsse aus der Forchheim-Niederlage ziehen.

Schwächen aufzeigen

"Wir haben das Spiel aufgearbeitet und wissen, woran wir arbeiten und wo uns in den nächsten Wochen unbedingt verbessern müssen", so ein sehr sachbezogener DJK Coach und weiter: "Aschaffenburg wird zweifelsohne unsere Schwächen aufzeigen." Spieler wie Schnitzer, Toch oder Breunig könne man nicht komplett ausschalten. "Aber mit viel Aufwand und der richtigen Einstellung kann man vieles ausgleichen."

Malokus Truppe kann angesichts von 41 Punkten im Rücken jedoch völlig befreit aufspielen und versuchen, eine Überraschung zu schaffen. Gegen Großbardorf, Aubstadt, Würzburger FV und Eltersdorf - allesamt Mannschaften aus dem ersten Drittel der Tabelle - ist dies schon gelungen. Im Hinspiel (4:1) schaffte es Gebenbach bis elf Minuten vor Schluss, die Begegnung offen zuhalten. Erst dann machte Ausnahmestürmer Björn Schnitzer mit dem Konter zum 3:1 alles klar.

Ein anderes Spiel?

Trainer Seitz möchte den Hinspielerfolg nicht überbewerten: "Zwischenzeitlich hat sich Gebenbach auch so weit in der neuen Liga eingespielt, dass es sein Leistungsvermögen zu hundert Prozent abrufen kann. Es wird ein ganz anderes Spiel als zu Hause." Dennoch sind die "Ascheberscher" wie die Unterfranken in ihrer Region aus einer Mischung von hessischem und fränkischem Dialekt genannt werden, klar favorisiert. Zumal bei Gebenbach hinter den Einsätzen mehrerer Akteure große Fragezeichen stehen. Johannes Böhm (verletzt) und Torjäger Nico Becker (krank) fehlten bereits in Forchheim. Auch dieses Wochenende droht ein Ausfall. Oliver Gorgiev war diese Woche ebenfalls krank. Kai Hempel ist zwar wieder zurück, hat aber noch Trainingsrückstand. Nicht dabei sind die beiden Torhüter Benedikt Dietrich (Fingerverletzung) und Davide Damiano (Auslandsaufenthalt) sowie die beiden Langzeitverletzten

DJK Gebenbach: Nitzbon (1), Ceesay (3), Becker (7), Kohler (10), Seifert(11), Hempel(14), Libotovsky (18), Haller (20), Jonas Lindner (23), Jakob (25), Böhm (22), Biermeier (5), Kopac (24) Novotny

Mit viel Aufwand und der richtigen Einstellung kann man vieles ausgleichen.Faruk Maloku, Trainer der DJK Gebenbach

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