03.09.2017 - 21:08 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach schießt Aubstadt ab "Brutal effektiv"

"Ich weiß gar nicht wenn ich als erstes loben soll, weil die ganze Mannschaft einen beeindruckenden Auftritt hingelegt hat", ist Gebenbachs Trainer Faruk Maloku von der Leistung seiner Spieler beim ebenso überraschenden wie verdienten 3:0-Sieg gegen den TSV Aubstadt angetan.

Der Gebenbacher Neuzugang Jonas Lindner (rechts) wirft sich mit aller Macht in den Zweikampf mit dem Aubstädter Kapitän Julian Grell (Mitte), beobachtet vom Gebenbacher Kapitän Timo Kohler (links). Bild: Ziegler
von Autor LIKProfil

Seine Mannschaft stoppte mit dem unerwarteten Erfolg auch die imponierende Erfolgsserie des Tabellenzweiten und untermauerte zugleich die eigene Heimstärke. 22 Punkte bei nur einem Gegentor hatten die "Abschter" zuvor in den letzten acht Spielen eingefahren.

Seifert als Spitze

Gegenüber dem Aschaffenburg-Spiel begann Gebenbach mit zwei Änderungen. Für Martin Kopac spielte Jonas Lindner wieder neben Kai Hempel als zusätzlicher "Sechser", und Marco Seifert ersetzte den verletzten Pavel Novotny im Sturmzentrum. Und fast wäre Seifert bereits in der fünften Minute der Führungstreffer geglückt. Dominik Haller hatte sich den Ball im Mittelkreis geschnappt, lief mit Tempo nach vorne und nach seinem überragendem Zuspiel traf der DJK-Mittelstürmer aus 14 Metern nur die Latte.

Nitzbon per Fuß

Sieben Minuten später (12.) die einzig wirklich gefährliche Gästeaktion in der ersten Hälfte, als ein verunglückter Kopfball eines DJK-Innenverteidigers zur Vorlage für Michael Dellinger wurde. Torhüter Michael Nitzbon klärte die Situation aber stark per Fußabwehr. Die Fehler aus der ersten halben Stunde von Aschaffenburg, als viel zu passiv agiert wurde, hatte Trainer Maloku seiner Mannschaft unter der Woche noch mal sehr ausführlich vor Augen geführt.

Scharfer Aufsetzer

Und diese Fehleranalyse hat bei seinen Spielern gefruchtet. Mit hoher Laufbereitschaft und einer ganz anderen Körpersprache störten sie das Aufbauspiel der Unterfranken bereits im Mittelfeld entscheidend. "Wir waren zu schwach nach vorne", sagte Gästetrainer Josef Francic. Ein Hauptgrund dafür, dass seine Mannschaft offensiv nicht so zur Geltung kam wie sonst, war der Tatsache geschuldet, dass auch die DJK-Offensivspieler viel mit nach hinten arbeiteten. Die Gebenbacher Führung vier Minuten vor der Halbzeit resultierte aus einem Freistoß. Spielmacher Dominik Haller wählte auf dem regennassen Rasen die richtige Variante und brachte den Ball scharf und als Aufsetzer aufs Gästetor. Torhüter Christian Mack konnte das Leder nicht festhalten, und Marco Seifert drückte die Kugel per Kopf über die Linie.

Schlenzer in der Winkel

Ideal auch der Zeitpunkt zum 2:0 acht Minuten nach Seitenwechsel (53.): Seifert sah den frei stehenden Becker und der dreifache Torschützen gegen Forchheim schlenzte den Ball aus 15 Metern mit richtig viel Gefühl in den linken oberen Winkel. "Wir sind gewarnt worden vor der Qualität von Gebenbach. Sie waren brutal effektiv, so wie es sich für die Bayernliga gehört", lobte TSV-Trainer Francic die bis dahin eiskalte Chancenverwertung des Aufsteigers.

Einen richtigen Strich aus 30 Metern von Julian Ceesay konnte Gästetorhüter Mack in der 62. Minute gerade noch über die Latte lenken. Gebenbach stand jetzt tief und lauerte gegen die immer offensiver werdenden Aubstädter auf den spielentscheidenden Konter. In der 67. Minute und 75. Minute verhinderte Torhüter Nitzbon mit zwei Glanzparaden den Anschlusstreffer. Zuerst brachte er nach einem Gewaltschuss von Martin Thomann aus 15 Metern seine Fingerspitzen noch an den Ball, und nach einem Kopfball von Torjäger Julian Grell war er wieder rechtzeitig in der richtigen Ecke.

Entscheidung ins Eck

Die endgültige Entscheidung in der temporeichen Begegnung in der 77. Minute: Timo Kohler steckte auf Marco Seifert durch, der Mittelstürmer wurde zwar festgehalten, ließ sich aber trotzdem nicht davon abhalten, den Ball im rechten Eck zum 3:0 zu versenken. Seifert hätte kurz danach fast noch sein drittes Tor gemacht, als er frei stehend aus halbrechter Position nur haarscharf am linken Pfosten vorbeizielte. Auch Außenverteidiger Oliver Gorgiev wäre fast noch das 4:0 gelungen (84.). Sein strammer Linksschuss klatschte aber an den Querbalken.DJK Gebenbach: Nitzbon - Ceesay, Libotovsky, Jakob (80. Böhm), Gorgiev - Hempel, Jonas Lindner - Kohler, Haller (85. Kopac), Becker - Seifert

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