25.03.2018 - 20:46 Uhr
Gebenbach

DJK Gebenbach verpasst gegen Aschaffenburg die Überraschung Joker sticht diesmal nicht

Vor dem Spiel wäre man in Gebenbach mit einem Punkt gegen den Aufstiegsfavoriten aus Aschaffenburg hochzufrieden gewesen. Nach dem Schlusspfiff trauern die DJK-Anhänger einem möglichen Heimsieg in der Bayernliga Nord nach.

Der Gebenbacher Kapitän Timo Kohler (links) und der defensive Mittelfeldspieler Andre Biermeier (rechts) bringen den Aschaffenburger Mittelfeldspieler Philipp Beinenz (Mitte) zu Fall. Bild: Ziegler
von Autor LIKProfil

Denn die Begegnung verlief zwar weitgehend ausgeglichen, das Chancenplus lag aber klar bei den Gastgebern. Latte, Pfosten und zwei vergebene Großchancen in den Schlussminuten verhinderten dann aber die ganz große Überraschung.

20 Minuten Verspätung

Die Partie begann 20 Minuten später, da die Gäste aus Aschaffenburg auf der Autobahn im Stau standen. DJK-Trainer Faruk Maloku musste auf Kai Hempel (Trainingsrückstand) und Oliver Gorgiev (krank) verzichten. Der noch krankheitsgeschwächte Torjäger Nico Becker nahm zunächst auf der Bank Platz.

Aber auch ohne diese Leistungsträger präsentierte sich die Heimelf ganz anders als noch eine Woche zuvor in Forchheim. Viel präsenter mit der nötigen Aggressivität und gutem Zweikampfverhalten zeigte die DJK gleich zu Beginn, dass man nicht gewillt war, die zweite Niederlage in Folge einzustecken. "Ich habe Gebenbach beim 2:1-Sieg gegen den Würzburger FV beobachtet. Sie können bei Ballgewinn schnell umschalten. Wir haben den Kampf angenommen und können mit dem Punkt absolut gut leben", zeigte sich Viktorias Trainer Jochen Seitz mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Überrascht hat er mit der taktischen Ausrichtung seiner Elf. Nicht wie sonst üblich mit einer Dreier-Abwehrkette sondern mit einer Fünferreihe wählte er die defensivere Variante.

Wie einst Uwe Seeler

Die erste große Möglichkeit des Spiels hatte Julian Ceesay. Der DJK-Abwehrchef stieg nach einer Ecke in der siebten Minute am höchsten, sein Kopfball landete aber nur am Querbalken. Es entwickelte sich ein intensives und kampfbetontes Spiel, das vom Schiedsrichter, der auch gut mit seinen Assistenten harmonierte, souverän geleitet wurde. Die Unterfranken hatte ihre erste und auch einzige echte Möglichkeit nach 20 Minuten: Gökhan Aydin lenkte eine Hereingabe von der rechte Seite knapp am linken Pfosten vorbei. "Wir haben nur eine Torchance zugelassen, und das gegen die beste Offensive der Liga," lobte Faruk Maloku das Abwehrverhalten seiner Elf.

Wir haben nur eine Torchance zugelassen, und das gegen die beste Offensive der Liga.Faruk Maloku, Trainer der DJK Gebenbach

Die hatte nach knapp einer Stunde (59.) wieder Pech, als Marco Seifert in bester Uwe-Seeler-Manier einen von Julian Ceesay über die Abwehr gechippten Ball mit den Hinterkopf an den Pfosten lenkte. In der 71. Minute brachte Faruk Maloku doch noch Nico Becker für Martin Kopac. Und der DJK-Torjäger hätte noch zum Helden des Spiels werden können. In der 84. Minute setzte sich Timo Kohler über links durch, passte nach innen und Becker schoss aus vier Metern SVA-Torhüter Riccardo Döbert an. Zwei Minuten später (86.) war er nach einem genialen Pass von Dominik Haller frei durch, schob das Leder aber um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

"Wir waren über die 90 Minuten näher dran an dem 1:0. Schade, dass wir nicht das entscheidende Tor geschafft haben", so Faruk Maloku nach dem Schlusspfiff. "Aber den Punkt gegen die beste Mannschaft der Liga nehmen wir gerne mit."

DJK Gebenbach: Nitzbon - Ceesay, Libotovsky, Jakob, Böhm - Biermeier, Jonas Lindner - Kopac (71. Becker), Haller, Kohler - Seifert

Viktoria Aschaffenburg: Döbert - Zaeteri, Schmidt, Boutakhirt, Cheron - Beinenz, Wittke, Grünwald (59. Desch) - Toch (82. Verkaj) Schnitzer - Aydin (46. Diarra)

SR: Jürgen Steckermeier (Ergoldsbach) - Zuschauer: 420

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