07.09.2015 - 00:00 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Hilfe nach geplatzter Förderung

Johann Maurer ist normalerweise die Ruhe in Person. Am Freitag war für den Bürgermeister jedoch das Fass förmlich übergelaufen. Zum Abschluss der Instandsetzungsarbeiten an der Zugangsbrücke und am Aussichtsturm der Burgruine Schellenberg wetterte Maurer über das "Kompetenz-Gerangel".

"Ende gut, alles gut." Forstdirektor Stefan Bösl (Dritter von links auf der Brücke) und Bürgermeister Johann Maurer (links daneben) freuten sich, dass die Burgruine Schellenberg als das Wahrzeichen der Gemeinde Georgenberg wieder begehbar ist. Bild: pi
von Josef PilfusekProfil

Und zwar das zwischen den Bayerischen Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Umwelt- und Verbraucherschutz. "Es ist ein Trauerspiel, dass die Ministerien keine Einigung erzielt haben, wer eine Förderung gewährt", kommentierte der Rathauschef. "Das kann niemand verstehen."

"Lapidare 10.000 Euro"

Der Hintergrund: Das vom Pleysteiner Architekten Johann Sax auf rund 20.000 Euro veranschlagte Projekt war in puncto Förderung durch den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald eigentlich schon in trockenen Tüchern gewesen. Laut Maurer wäre die Zuwendung bei 50 Prozent gelegen. "Wegen lapidarer 10.000 Euro ist man sich in München nicht einig geworden", bedauerte er. Umso mehr freute er sich, dass auf dem sogenannten kleinen Dienstweg die Maßnahme nun umgesetzt worden sei. "Das ist alles problemlos über die Bühne gegangen", dankte das Gemeindeoberhaupt vor allem dem Forstbetrieb, der die Kosten für das Holz übernahm, und seinem Leiter Stefan Bösl.

"Tag der Freude"

Dank galt auch allen an der Umsetzung Beteiligten, darunter die Zimmerei Götzfried und der örtliche Oberpfälzer Waldverein mit Vorsitzendem Manfred Janker an der Spitze. "Endlich, endlich", sagte Forstdirektor Stefan Bösl und sprach von einem "Tag der Freude". Er fasste zusammen: "Was lange währt, wird endlich gut." Im Rückblick erinnerte der Forstbetriebsleiter an das Jahr 1971, als der OWV kurz nach seiner Gründung das Wanderwegenetz markiert habe und in diesem Zusammenhang erstmals die Zugangsbrücke zur Burgruine Schellenberg errichtet worden sei. "In einem Nachtrag zum Gestattungsvertrag mit der Gemeinde Georgenberg ist dann der Aussichtsturm gebaut worden", blickte Bösl zurück. Ein dickes Lob zollte er dem Vorstand der Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer für die unbürokratische Unterstützung und die Zusage, für das Projekt die Materialkosten zu übernehmen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.