16.02.2004 - 00:00 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Katholischer Frauenbund nimmt bei Fasching lustige Begebenheiten aufs Korn: Hochwürden der erste Palmesel

von Josef PilfusekProfil

Wer während des Jahres mit einer lustigen Begebenheit aufgefallen ist, muss damit rechnen, von Hildegard Helgert aufs Korn genommen zu werden. Da macht die ehemalige Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes auch vor Hochwürden nicht Halt.

Bei ihrer Büttenrede entlarvte sie ihn gar als den ersten Palmesel in der Pfarreigeschichte. Am Anfang war es wie fast immer. Der Georgenberger "Berggasthof" der Familie Schaller war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als Marita Osgyan den großen Frauenfasching ankündigte.

"Und jetzt hinein ins volle Leben, und lasst uns nun die Gläser heben!", feuerte die Vorsitzende den Startschuss ab. Zum 13. Mal machten die "Music-Boys" ihrem Namen alle Ehre und spielten beim Frauenbund zünftig auf, dass sich die Balken bogen. Sie mussten sich auch mächtig ins Zeug legen.

Schließlich hatten sie bereits starke Konkurrenz beim Auftritt von "Roberto Blanco" (Monika Lang) und "Wolfgang Petry" (Martina Bierler), die mit Medleys ihrer bekannten Hits die Richtung vorgaben.

"Es bisschen Spaß muss sein" - nach diesem Motto hatten die Gäste ihre helle Freude auch bei den aus der Feder von Toni Lauerer stammenden Sketchen "Das falsche Geschenk" (Karin Dunkl und Irene Scheibl), "Die gute Nachbarschaft" (Martina Bierler und Waltraud Mühlbach) und "Auf der Loipe" (Angelika Hirnet und Monika Lang).

Ob es am Freitag, dem 13., gelegen hatte, dass Hildegard Helgert in diesem Jahr das "starke Geschlecht" ziemlich verschonte und gegenüber dem Vorjahr mit bissigen Kommentaren hinter dem Berg hielt, war nicht zu erfahren.

Trotzdem kamen die Zuhörer(innen) bei der bereits mit Spannung erwarteten Büttenrede auf ihre Kosten. Immerhin hatte die Kommentatorin unter anderem Lustiges über die "Höidlbrummer" zu erzählen, als diese nach einem Auftritt in Vöslesrieth zu Fuß nach Hause gehen wollten, nach zwei Stunden Umherirren im Wald aber plötzlich vor dem Zottbachhaus standen.

Zur Sprache kamen auch der Floßbau des Oberpfälzer Waldvereins mit der im Wasser des "Sieben-Insel-Weihers" abgleitenden "Försterin Anni" und die indischen Kochkünste von Pfarradministrator Antony Soosai, die wegen der scharfen Gewürze bei Bürgermeister Johann Maurer für Schweißperlen auf der Stirn gesorgt hatten.

"Und so is' unser Pfarrer, der Hochwohlgeborn, im vorigen Jahr der erste Palmesel in unserer Kirchengeschichte g'worn", kommentierte Hildegard Helgert das "geistliche Verschlafen" am Palmsonntag 2003. Soosai nahm es mit Humor und glänzte mit ein paar Witzen, die er zum Besten gab, bevor um Mitternacht die vom "Bachner-Albert" (Angelika Hirnet) moderierte "Christbaum-Versteigerung" für so manchen Lacher sorgte.

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