OWV-Aktion zum Schutz von Amphibien
Hürden für die Sicherheit

Lokales
Georgenberg
16.04.2013
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Seit einigen Tagen ist ein fester Stamm von fünf OWV-Mitgliedern nachts entlang der Staatsstraße nach Neuenhammer unterwegs, um wieder Amphibien zu schützen. Das Bauamt Amberg-Sulzbach hat entlang der Straße eine Sperre aus starker Plastikfolie aufgebaut, so dass die Kröten, Molche oder Frösche gezwungen sind, ihren Weg entlang dieser Hürde zu nehmen.

In regelmäßigen Abständen sind Eimer im Erdboden eingelassen, in denen die Tiere landen. Von dort oder auch noch direkt aus dem Straßengraben werden die Amphibien dann eingesammelt und über die Straße auf sicheres Gelände gebracht.

Zum zweiten Mal hat sich der OWV mit Natur- und Landschaftsschutzwart Rainer Folchmann dieser Aufgabe zum Schutz der Tiere verschrieben. Gleichzeitig dient die Tätigkeit auch der Sicherheit des Straßenverkehrs. Würden nämlich die Tiere über die Straße kriechen und überfahren werden, würde dadurch eine große Rutschgefahr hervorgerufen werden.

Die Dauer der Aktion ist laut Folchmann wetterabhängig. Im vergangenen Jahr wurden 2800 Tiere sicher über die Straße geleitet. Bisher zählten die Helfer an sechs Sammeltagen 550 Kröten, 8 Grasfrösche, 95 Teich- und 40 Bergmolche.

Am Samstag beteiligte sich auch eine Kindergruppe des OWV an der Sammelaktion. Nach der Aktion folgt eine Begehung mit dem Forstamt Flossenbürg und der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Neustadt. Dann sollen die Problematik der Amphibien, besonders das Schicksal der Kreuzkröte, aber auch die Fragen der bedrohten Rentier- und Trompetenflechte erörtert werden.
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