10.09.2017 - 20:00 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Gemeinde Georgenberg braucht neuen Kredit Firma nimmt Unimog zurück

Der Ärger über die laufenden Reparaturen am Unimog gehören bald der Vergangenheit an. Die Gemeinde Georgenberg schafft einen neuen an. Stinksauer wird Bürgermeister Johann Maurer bei einem anderen Thema.

von Josef PilfusekProfil

Der Gemeinderat hat in der Sitzung weitere wichtige Entscheidungen getroffen. Einverstanden waren die Ratsmitglieder - es fehlten die verhinderten Josef Woppmann, Alfred Bergler, Stefan Frischholz (CSU), Achim Helgert und Jürgen Schiller (FW) - mit der Errichtung eines Schneefangzauns beim Anwesen des Thomas Schaller in Hinterbrünst. Geprüft werden soll auch das Aufstellen in weiteren Ortsteilen, darunter Hagenhaus.

"Wir haben schon über drei Jahre großen Ärger", fasste Bürgermeister Maurer die immer wieder erforderlichen Reparaturen am derzeitigen Unimog U 318 zusammen. Nach intensiven Verhandlungen nehme die Firma Carl Beutlhauser nun das Fahrzeug zum damaligen Kaufpreis von 143 900 Euro zurück und biete ein Neufahrzeug U 427 für 177 321,90 Euro an, ließ der Rathauschef wissen. "Dazu kommt ein Entgelt für die Nutzung über 44 600 Euro für den jetzigen Unimog." Für den Gemeinderat stand daher fest: "Wir müssen handeln." Und so war die Zustimmung zum Neukauf und zur Rückgabe ebenfalls einstimmig. Das galt auch für die Festsetzung des Erfrischungsgelds für die Bundestagswahl am 24. September von 25 Euro je Mitglied der Wahlvorstände.

"Es ist zu überdenken, ob im Rathaus unbedingt ein Kopierer unterhalten werden muss, der 330 Euro im Jahr kostet, weil das Rathaus wenig frequentiert ist", war eine der Feststellungen des Rechnungsprüfungsausschusses, der am 16. August die Jahresrechnung 2016 unter die Lupe genommen hatte. Vorsitzender Mario Schaller (FW), der die Unterlagen mit Robert Götz und Rudolf Völkl geprüft hatte, schlug auch eine Optimierung der Telefonkosten vor und hielt es für eine Erleichterung, "wenn die Hundesteuer komplett auf Bankeinzug umgestellt werden könnte".

Bei der Erläuterung des Rechenschaftsberichts verwies Josef Pilfusek von der Verwaltung auf die in den vergangenen Jahren gesunkenen Schulden auf 917 738,74 Euro zum Ende des Jahres 2016, allerdings auch, "dass sich der Schuldenstand deutlich erhöhen wird, wenn der im Haushaltsplan vorgesehene Kredit über 870 000 Euro aufgenommen werden muss". Sein Fazit: "Für neue Projekte muss eine gesicherte Finanzierung sichergestellt sein, und der Gemeinderat als das verantwortlich Beschlussorgan muss als Ziel das Erreichen der dauernden Leistungsfähigkeit anstreben."

Umfangreiche Instandsetzungen sind nach Maurers Informationen während der Ferien an und in der Grundschule erfolgt. "Die Völkl Bau GmbH hat mit dem Bauhof die Außentreppe instandgesetzt", sagte der Rathauschef, der auch auf die Malerarbeiten im Gebäude durch den Waldthurner Michael Weig und den Einbau neuer Türen im zweiten Obergeschoss durch den Bauhof und vernetzten Rauchmeldern durch Christian Käs, Waldkirch, hinwies.

Mit der Errichtung des Sagen- und Märchenpfads "Auf Schönwerths Spuren" wird es seinen Worten zufolge "in diesem Jahr nichts mehr. Über den Zuwendungsantrag für die Leader-Förderung wird erst im Oktober entschieden."

Richtig verärgert war Maurer, als er auf die erneute Entsorgung von Feuchttüchern in der Kläranlage Neuenhammer hinwies. "Wie blöd muss man eigentlich sein", brach es auch ihm heraus. "Die laufenden Kosten werden dadurch wieder erhöht." Schließlich wies er noch auf das Ausackern von Grenzsteinen hin.

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