Johann Woppmann platzt im Gemeinderat der Kragen
"Dann zahlen wir doch alles"

Politik
Georgenberg
25.03.2018
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Das Thema "Feuerwehr" nahm im Gemeinderat erneut einige Zeit in Anspruch: "Alle Gemeinden im Altlandkreis zahlen die Heizkosten für die Feuerwehrgerätehäuser", sagte Bürgermeister Johann Maurer. Den im Dezember 2008 gefassten Beschluss, ab 2009 die Hälfte der Heizkosten, maximal aber 300 Euro zu übernehmen, begründete er mit der Haushaltskonsolidierung und dem Anreiz zum Einsparen der Energiekosten.

Jürgen Schiller forderte die volle Übernahme der Kosten durch die Kommune. "Die Feuerwehren haben eigentlich die Gemeinde unterstützt", fand er. Marina Hirnet (CSU) entgegnete, es sei kein Antrag einer Feuerwehr. Christian Käs (UBW) konnte sich wie andere Ratsmitglieder keine volle Kostenübernahme vorstellen. "Wir bauen für 340 000 Euro ein Gerätehaus, dann zahlen wir doch alles", platzte zweitem Bürgermeister Johann Woppmann (CSU) nach einigem Hin und Her schließlich der Kragen. Maurer gab ihm schließlich Recht. Die Diskussion war dann mit dem einstimmigen Votum für die volle Übernahme der Heizkosten beendet.

Einig waren sich die Ratsmitglieder, den Aussichtsturm auf der Burgruine Schellenberg instandsetzen zu lassen. "Die Bayerischen Staatsforsten stellen das Holz zur Verfügung und übernehmen das Sägen und Trocknen, die Gemeinde trägt die Kosten für die Zimmererarbeiten", informierte Maurer, der von einem "Wahrzeichen unserer Gemeinde" sprach. "Außerdem arbeitet der OWV mit." Umgesetzt werden soll mit dem Ingenieurbüro König GmbH in Weiden auch der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Georgenberg - Neukirchen zu St. Christoph. "Der Fördersatz beträgt 55 bis 60 Prozent", informierte Maurer. Bei der Maßnahme soll auch die Wasserleitung erneuert werden, nach Ansicht des Gemeinderats auch bei weiteren Straßen-Instandsetzungsmaßnahmen.

"Eine Besichtigung hat ergeben, dass der Quellsammelschacht bei der Pechlohquelle in Ordnung ist", sagte Maurer. "Es müssen nur die Gussleitungsrohre durch Edelstahlrohre ersetzt werden." Damit war der Gemeinderat ebenso einverstanden wie mit dem Ausbau des Gehwegs in Georgenberg entlang der Staatsstraße 2154. "Wir werden entsprechende Angebote einholen", fasste das Gemeindeoberhaupt zusammen.

Mehrheitlich sprach sich das Gremium noch für den Einstieg in das "Höfeprogramm" der Breitbanderschließung aus und beauftragte die Corwese GmbH mit den Beratungsleistungen. Einstimmig war der Beschluss für ein Stilllegungskonzept der Bauschuttdeponie und für den Bauantrag von Franz Nickl in Unterbernlohe zu Geländeauffüllungen.
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