02.10.2017 - 15:48 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Feierliche Amtseinführung von Pfarrer Julius Johnrose: Jesus Christus ist die PIN

Die Pfarrei Neukirchen zu St. Christoph hat seit Sonntag wieder einen Pfarrer. Dekan Alexander Hösl nimmt am Erntedankfest im Beisein von 15 Priestern die Installierung des bisherigen Pfarrvikars John Robert Julius Johnrose vor.

von Josef PilfusekProfil

Neukirchen zu St. Christoph. Er tritt damit in die Fußstapfen des Geistlichen Rats Antony Soosai, der mit Hösl und Julius am Altar die Messe feierte. "Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat uns wieder einen Pfarrseelsorger gegeben", freute sich Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Lang nach dem Kirchenzug mit der Blaskapelle Waldkirch unter Leitung von Bernhard Träger und der Begrüßung durch Kinder.

Auch Kirchenpfleger Josef Meckl stand die Freude ins Gesicht geschrieben: "Wir nehmen Sie dankbar und gern als neuen Seelsorger bei uns auf." Mit der Aussage "Jesus sagt bedingungslos Ja zum Willen seines Vaters, und bis zur Hingabe seines Lebens bleibt er seiner Sendung treu" unterstrich Hösl in seiner Predigt die große Bedeutung des Priesteramts. "Wir dürfen uns Gott anvertrauen, und wir sind gemeinsam unterwegs." Seinem Mitbruder Julius, der vor 15 Jahren die Priesterweihe empfangen hat, wünschte der Dekan in Bezug auf die vielen Öffnungssysteme an Haustüren, "stets die richtige PIN-Nummer zu den Herzen der Menschen zu finden".

Fast in einem Atemzug appellierte er an den Neukirchner Pfarrer: "Überfordere dich dabei nicht, denn alle Herzen wirst du nicht erreichen können. Manchmal passt die PIN einfach nicht." Schließlich seien Erwartungen unterschiedlich. "Kein Mensch kann allen Erwartungen in gleicher Weise gerecht werden." Zusammenfassend war Hösl sicher, dass der neue Pfarrer nach zwei Jahren des "Beschnupperns" als Pfarrvikar seinen Weg machen wird.

"Der Bischof schickt dich, lieber Julius, hierher, um bei den Menschen das Evangelium zu verkünden, die Frohe Botschaft von Jesus Christus", sagte der Dekan. "Dein Auftrag ist es, Menschen mit dem Sohn des lebendigen Gottes bekanntzumachen." Deshalb bezeichnete er das Weiheversprechen, "das du vor deiner Gemeinde erneuern wirst, und dem Sie, liebe Gemeinde, mit dem Glaubensbekenntnis antworten werden", als den wichtigsten Akt der Einführung.

Zu einer PIN gehört für Hösl sowohl das Öffnen als auch das Schließen. Der Vohenstraußer Stadtpfarrer fand aber auch: "Es braucht in der Tat aber nur eine PIN, nicht mehr. Diese eine PIN ist Jesus Christus mit seinem Evangelium. In Jesus Christus ist Gottes Liebe und Menschenfreundlichkeit sichtbar auf Erden erschienen. Er ist gleichsam die General-PIN Gottes. Diese PIN im Evangelium ist allen Christen anvertraut."

Auch der evangelische Mitbruder aus Vohenstrauß, Pfarrer Norbert Schlinke, freute sich und stellte fest: "Uns verbindet etwas Besonderes." Schließlich sei er vor einem Jahr auch am Erntedankfest eingeführt worden. Mit Blumen hießen die Ministranten den Pfarrer willkommen. "Ich frei mi, dass i dou bin", drückte Julius seine Freude im Oberpfälzer Dialekt aus, dankte allen für die Organisation und Mitwirkung und erntete viel Beifall. Dieser galt auch dem Kirchenchor mit Reinhold Schultes an der Spitze einschließlich der Solisten Joachim Scheibl (Orgel), Franziska Wüst (Geige) und Matthias Kotschenreuther (Trompete) sowie dem Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Susanne Schieder.

Beim Stehempfang im Pfarrheim, den die Waldkirchner Blaskapelle, der Kirchenchor sowie der Kinder- und Jugendchor begleiteten, unterstrich Bürgermeister Johann Maurer die vorzügliche Zusammenarbeit zwischen der Pfarrei und der Gemeinde Georgenberg. "Der Baum möge immer blühen", überraschte Lang Pfarrer Julius, während ihm dessen Vorgänger Antony Soosai ein indisches Tuch überreichte und Stefanie Bock, Vorsitzende der KLJB Neukirchen zu St. Christoph, eine Blumenkette umhängte.

 

 

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