19.03.2018 - 20:00 Uhr
Georgenberg

OWV Georgenberg Eingeschworene Mannschaft

Der Oberpfälzer Waldverein Georgenberg hat 2017 wieder viel geleistet und steht schon in den Startlöchern für neue Aufgaben. Der Tätigkeitsbericht von Manfred Janker ist gespickt mit Aktivitäten.

OWV-Vorsitzender Manfred Janker (vorne, rechts) und Hauptvereins-Chef Armin Meßner ehren treue Mitglieder. Bild: pi
von Josef PilfusekProfil

Dabei ist der Vorsitzende selbst fast rund um die Uhr unterwegs für "seinen OWV". Als "Erfolg auf der ganzen Linie" bezeichnete er das erste "Open Air" bei der Mühle in Gehenhammer. "Bei der Christian-Bäumler-Bank steht eine neue Wandertafel, am Kohlenmeiler eine neue Bank", sagte der Vorsitzende, bevor er auf die intensiven Arbeiten im Bereich der Burgruine Schellenberg zurückblickte. Dort soll es in diesem Jahr weitergehen. "Die Burgruine ist ein Wahrzeichen unserer Gemeinde", unterstrich Janker und machte sich für die Instandsetzung des Aussichtsturms stark.

"Mit Forstdirektor Stefan Bösl und Bürgermeister Johann Maurer haben wir vereinbart, dass die Bayerischen Staatsforsten das Holz spenden sowie das Sägen und Trocknen übernehmen", ließ der OWV-Chef wissen. "Die Gemeinde müsste die Kosten für die Zimmererarbeiten übernehmen." Als Betrag nannte er 8760,78 Euro und sicherte zu: "Wir vom OWV werden zur Stelle sein und kräftig mitarbeiten."

Bei der Mühle soll heuer der Erker neu verschlagen werden. "Außerdem möchten wir das Hammerwerk reparieren." Ins Auge gefasst hat er, für das gesamte Wanderwegenetz neue Wegweiser drucken zu lassen. "Diese Maßnahme soll über den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald abgewickelt werden." Laut Willibald Gleißner "betreuen wir derzeit 55 eigene Fledermauskästen und 40 der Bayerischen Staatsforsten". Der Vogelschutzwart sprach von einem positiven Fledermaus-Monitoring im Februar mit dem Landkreisbetreuer Markus Liebl. "Da haben wir in Hagenhaus fünf Langohrfledermäuse und in Danzerschleif eine Fransenfledermaus entdeckt."

Negative Entwicklung

Er freute sich auch über das regelmäßige Auftauchen der Zweifarbenfledermaus im November und Dezember. "Im Gegensatz zu den Fledermäusen hat sich die Vogelwelt eher zum Negativen entwickelt." Zuständig ist Gleißner auch für die 179 Vogel-, 16 Mauersegler- und 19 Raufußkauzkästen. "Der Leerstand lag auch im vergangenen Jahr bei nur etwas unter 5 Prozent", informierte der Wart. "Auch der Besatz mit Meisen, Kleibern und Sperlingen ist nahezu gleich geblieben", berichtete er.

Intensiv beschäftigt war Egbert Kohl mit der Instandsetzung des Wanderwegs bei Waldheim. Umso mehr bedauerte der Markierungswart, "dass der Weg durch Pferde wieder beschädigt worden ist". Für seinen Kollegen Josef Meckl "sollte der Zeitaufwand bei Markierungen durch Förderungen honoriert werden". Laut Werner Gleißner "hat der Kreiselmäher schon wertvolle Dienste geleistet".

"Wir betreuen aktuell 40 Bänke", ließ Bernhard Schaller wissen. Das macht der Bänkewart mit Max Reber. Laut Albert Kick ist Hammermühle der älteste Ortsteil in der Gemeinde. "Dann kommt Waldkirch", informierte der Heimatpfleger, der den "Tag des Denkmals 2018" für den 10. September ankündigte.

Höherer Jahresbeitrag

"22 Jahre reichen", fand Hauptkassier Josef Woppmann, als er seinen letzten Kassenbericht vorstellte. Mit einer Gegenstimme beschloss die Versammlung noch die Anhebung des Jahresbeitrags ab 2019 von acht auf zehn Euro.

"Hier in Georgenberg ist eine eingeschworene Mannschaft", sagte Hauptvereins-Chef Armin Meßner, und sprach von einer "jungen Truppe". Zum Thema "Silberhütte" wies er auf Fehlinformationen in der Presse hin und ergänzte: "Für mich steht der Entschluss fest: Verkauf der Silberhütte." Meßner machte sich noch stark für die "Ressource Boden", als er zur Teilnahme am Volksbegehren "Betonflut eindämmen - damit Bayern Heimat bleibt" aufrief. "Jeden Tag verschwinden in Bayern 13 Hektar unter Asphalt und Beton, das sind 18 Fußballfelder", sagte er.

Ausgezeichnete Mitglieder

Für Manfred Janker war die Auszeichnung treuer Mitglieder "der Höhepunkt unserer Jahreshauptversammlung". Dabei wusste er: "Auf unsere Leute ist Verlass. Wenn sie gebraucht werden, sind sie zur Stelle." Mit OWV-Hauptvereins-Chef Armin Meßner und Bürgermeister Johann Maurer zeichnete der Vorsitzende zunächst für 15-jährige Zugehörigkeit Achim Helgert, Jasmin Helgert und Juliane Roland aus.

Seit 25 Jahren ist Andreas Zaschka. Dem OWV seit 40 Jahren sind Franz Scheibl, Johann Völkl (Hinterbrünst) und Waltraud Zille treu. Die Verdienstnadel in Silber des OWV-Hauptvereins erhielten Sieglinde Götz, Barbara Woppmann und Edeltraud Pilfusek. ( pi)

Für Präparation eines Maulwurfs

Rainer Folchmann war 2017 viel auf Achse. Der Bericht des Naturschutz- und Landschaftswarts beinhaltete neben seinem Einsatz für die Aufnahme von sechs Schildern "Landschaftsschutzgebiet" in den Beschilderungsplan der Unteren Naturschutzbehörde vor allem das Engagement in Sachen "Amphibienschutz". Nachdem Folchmann nicht mehr als Betreuer der Amphibienzäune bestellt ist, bittet er die Bevölkerung, ihm Vorfälle bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs umgehend zu melden.

Außerdem macht er sich für die Präparation eines Maulwurfs stark. Die Kosten liegen bei 150 Euro und er weiß, "dass es derzeit der einzige Maulwurf ist, der im Landkreis ausgestellt werden kann". (pi)

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