13.02.2018 - 10:58 Uhr
Georgenberg

Rosenmontagsgaudi der Siedler Waldkirch ein Volltreffer Austeilen bis die Musik spielt

Sie zählt zu den Höhepunkten der närrischen Zeit: die Rosenmontagsgaudi der Siedlergemeinschaft. Auch in diesem Jahr freut sich Matthias Kotschenreuther "über das "Erscheinen in den heiligen Hallen" und zieht als Vorsitzender in seiner Büttenrede kräftig vom Leder.

von Josef PilfusekProfil

Waldkirch. "In altgewohnter Weise möchte ich nun wieder meinen Jahresrückblick 2017 zum Besten geben und dabei meinen literarischen Ergüssen freien Lauf lassen", kündigt er an und hält Wort. Zunächst gibt es reichlich Lob für die "starke Siedlertruppe; denn wir löffeln bis zum letzten Tropfen aus unsere Suppe". Das gilt auch für die Waldkirchner Feuerwehr, die wie die Siedler das Vorstandsproblem überwunden hat.

"Auch gab's im vergangenen Jahr viele Baustellen in Waldkirch, mancher hatte deswegen a Riesengwirch", fränkelt der "Zougroiste", als er von manchen Verzögerungen spricht und findet: "Auf Baustellen ist es wie mit der Kocherei, zu viele Köche verderben den Brei." Den Parkplatz beim Feuerwehrhaus hält er aber dennoch für gelungen. "Er ist jetzt ein Superbild dort und eine Bereicherung für unseren Ort." Nicht erfreut ist der "Faschingsprediger" über die Hinterlassenschaften von Hunden, was aber auch positiv sei. "Aufgrund der vielen Hunde wird bei uns nicht eingebrochen; denn selbst die Einbrecher haben die viele Hundescheiße gerochen."

Antrag abgelehnt

Richtig deftig wird er, als er über die Ablehnung des Zuschusses für den neuen Ofen im Vereinsheim durch den Gemeinderat wettert. "Unser Antrag wurde abgelehnt von diesen Herren, vielleicht sollten wir diese Räte deshalb künftig aussperren", meint er und schlägt vor: "Wir stellen einen Antrag auf Unabhängigkeit, hier mitzumachen wäre ich bereit." Und er geht noch weiter: "Aber jetzt mal ganz ohne Spaß, wir werden doch vom Gemeinderat verarscht ohne Unterlass."

Ein Ratsherr bekommt besonders das Fett weg. "Dieser hat scheinbar nichts übrig für seinen Heimatort, es wäre besser, er zieht fort", meint Kotschenreuther und findet: "Ich sage es jetzt und frei heraus, solch ein Gemeinderat ist für unsere Vereine in Waldkirch ein Graus." Schließlich freut er sich aber: "Der Bürgermeister hat uns trotzdem einen kleinen Betrag zukommen lassen, das hat gutgetan unseren Kassen". Schließlich leisten die Siedler viel für den Unterhalt des gemeindeeigenen Hauses. "Aber weiter zu schimpfen bringt nichts, die werden schon sehen, wenn wir 2020 wieder zum Wählen gehen", beendet er das Thema. Lob gibt es aber auch, ob für die Feste der KLJB, Feuerwehr und Siedler oder deren Frauenstammtische. Und am Ende findet er: "Wir Waldkirchner sind ein besonderer Schlag, manch einer uns darum beneiden mag. So schließ' ich, ihr Leut', und hoff', ihr stimmt mit ein: Es ist großartig, ein Waldkirchner zu sein."

Missetaten aufgedeckt

Damit hat Kotschenreuther nicht gerechnet. "Er hat zwar eines weißes Hemd, aber die schwarzen Flecken sind inwendig", kontert Martin Vogl. Der Kassier der Siedler hat deshalb einiges auf Lager, als er von "Missetaten" des Vereinschefs erzählt, "Die Bank vorm Haus hat's in sich", kommentiert er etwa die Treffs zum Schlummertrunk und spricht gar von "Freiheitsberaubung", als er erzählt: "59-jährige Frauen werden erst heimgelassen, wenn sie 60 sind."

Einen Volltreffer haben die Siedler wieder mit der Verpflichtung des "Schellenberg-Duos" gelandet. Marina Völkl und Wolfgang Plödt präsentieren sich nämlich von ihrer besten Seite und sorgen für Faschingsstimmung par excellence. Das gilt auch für das Ensemble "Sound of Mountain". Die jungen Damen und Männer erhalten ebenfalls viel Beifall für ihre Auftritte und Sketche.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp