07.03.2018 - 14:34 Uhr
Georgenberg

Siedlergemeinschaft Waldkirch eine starke Gemeinschaft Wichtig für das Dorf

Die Waldkircher Siedler halten fest zusammen. Das weiß nicht zuletzt Bürgermeister Johann Maurer zu schätzen. Trotzdem gibt es in der Jahreshauptversammlung auch kritische Töne.

Siedlerchef Matthias Kotschenreuther (rechts) zeichnet verdiente Mitglieder für 40 Jahre Zugehörigkeit aus, darunter den langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Günter Götz (vorne, links). Bild: pi
von Josef PilfusekProfil

Waldkirch. Matthias Kotschenreuther weiß das Engagement von Vorstand, Ausschuss und Mitgliedern zu schätzen. In der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft im ehemaligen Schulhaus sprach der Vorsitzende von einer "starken Mannschaft und Leuten, die mit anpacken, egal ob als Mitglied selbst oder Ehepartner des Mitglieds".

So war der Siedlerchef mit den Veranstaltungen und Aktionen, etwa Wanderungen, Faschingsfeste oder Heringessen - "da können wir Jahr für Jahr etwas draufsetzen" - im Großen und Ganzen zufrieden. Mehr Zuspruch wünschte er sich aber von den Mitgliedern, insgesamt 54 an der Zahl. "Denn jede Veranstaltung ist mit jeder Menge Planung und Arbeit verbunden." Deshalb fand er: "Ich habe hier manchmal das Gefühl, der Prophet im eigenen Land gilt nichts."

"Gute Investition"

Und so kündigte er an: "In diesem Jahr wird es keinen Ausflug der Dorfgemeinschaft mehr geben. Hier sind Feuerwehr und Siedler einer Meinung, weil die Beteiligung von Jahr zu Jahr abgenommen hat." Lieber beteilige sich der Verein an den Kosten für die Halterung des Maibaums. "Das ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Dorfgemeinschaft", sagte er zur gemeinsamen Anschaffung mit der örtlichen Feuerwehr.

Stammtisch der Frauen

Weitere Informationen des Vorsitzenden gab es zum Kauf von Fleecejacken und Poloshirts. Werbung machte er für den längst zum festen Bestandteil gewordenen monatlichen Frauenstammtisch und appellierte: "Geht hin, ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst." Sein Dank galt noch Bürgermeister Maurer für die Spende zum Kauf des Ofens, nachdem der Gemeinderat den Zuschussantrag abgelehnt hatte.

Laut Maurer "hat der Gemeinderat richtig gehandelt, weil es eine freiwillige Leistung ist". Diese stehe im Widerspruch zum Antrag auf Gewährung einer Stabilisierungshilfe. "Ich habe daher privat 100 Euro gespendet", wies der Rathauschef hin. Er hob die Leistungen der Siedler hervor - "ihr macht viel für euer Dorf" - und informierte über das zweite Verfahren zur Breitbanderschließung. Beifall erhielt Kassier Martin Vogl für die akribische Buchführung. Mit der Wahl von Sandra Kick als Beisitzerin und damit Nachfolgerin von Wolfgang Kick ist nun der Ausschuss wieder komplett.

Seit 40 Jahren zählen der langjährige ehemalige Vorsitzende Günter Götz sowie Erna Kick und Herbert Säckl zu den tragenden Säulen der Siedlergemeinschaft. Sie freuten sich über die Ehrennadel in Gold. Laut Arthur Weber geht die voraussichtliche Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung schon auf 2011 zurück. "Dann kann auch unsere im Oktober 2017 eingereichte Popularklage wegfallen", blickte der stellvertretende Bezirks- und Kreisvorsitzende des Verbands Wohneigentum in Bayern zurück.

Außerdem ging er auf die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg - Hof ein und wies auf das "wachsame Auge des Verbands" hin. Werbung machte Weber für den Familienwandertag des Landesverbands am 3. Juni im Neustadt/WN.

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