Theatergruppe Neukirchen zu St. Christoph legt los
Premiere weckt Lust

Über viel Applaus freuten sich die Darsteller der Theatergruppe Neukirchen zu St. Christoph, die bei der Premiere des Schwanks "Wo gehobelt wird, da fallen Späne" eine Glanzleistung ablieferten. Bilder: pi (2)
Vermischtes
Georgenberg
19.12.2016
203
0

Der Titel "Wo gehobelt wird, da fallen Späne" lässt erahnen, dass es in dem von Toni Lauerer stammenden Lustspiel ganz schön zur Sache geht, und das drei Akte lang. Die Premiere am Samstag weckt jedenfalls Lust auf die weiteren Vorstellungen.

Neukirchen zu St. Christoph. Da hat die Theatergruppe Neukirchen zu St. Christoph nicht zu viel versprochen: "Die Leute können sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen", hatte nämlich Vorsitzender Klaus Wittmann kräftig die Werbetrommel gerührt und den Nagel auf den Kopf getroffen.

In dem Stück wünscht sich Schreinermeister Ludwig Schreiner einen "Traum-Schwiegersohn", den ihm seine intelligente Tochter Eva bringen soll. Schließlich hat er sie in die Großstadt zum Studieren geschickt, damit sie dort einen adäquaten Mann kennenlernt. Ein Akademiker oder zumindest ein Unternehmerssohn sollte es schon sein. Sohn Andi hingegen soll einmal - so hat es Schreiner vorgesehen - den elterlichen Betrieb übernehmen.

Doch meistens kommt es anders, als man denkt. Der Sohn hat sich heimlich zum Abendstudium angemeldet, und die schöne Tochter hat sich in einen Burschen verliebt, der so gar nicht dem Idealbild des Vaters entspricht. Aber bekanntlich macht Not erfinderisch. Also kommt Eva auf eine geniale Idee: Unter tatkräftiger Mitwirkung ihres guten Freundes Franz lässt sie drei scheinbare Heiratskandidaten auftreten, die Schreiner dank Franz' schauspielerischen Fähigkeiten die Lust auf einen "akademischen Schwiegersohn" nachhaltig vermiesen.

Seltsame Herren

So tauchen nacheinander ein Arzt, ein Jurist und ein Unternehmer auf, die es in sich haben und mit ihrem Benehmen den armen Vater schier in den Wahnsinn treiben. Selbst die im Hause lebende Tante, die sich in Heimatromane vertieft und ihrer alten Liebe nachtrauert, gerät angesichts der vielen seltsamen Herren gehörig in Wallung. Turbulente Szenen und unfassbar komische Situationen lassen das Ganze beinahe eskalieren. Das Publikum amüsiert sich dabei köstlich bis zum "Happy End", in dem sich alles zur allgemeinen Zufriedenheit auflöst.

Den langanhaltenden Beifall nach dem letzten Vorhang hatten sich Martina Bock, Andrea Kneißl, Tamara Kneißl, Christina Völkl, Karina Zehent, Hans Braun, Thomas Essler, Stefan Wüst und Tobias Wüst redlich verdient. Dieser galt auch Regisseur Max Zehent, Souffleuse Petra Scheibl, den Maskenbildnerinnen Martine Bock und Michaela Wittmann sowie den Bühnenmeistern Dominik Meyer, Johannes Puff, Dominik Schmid, Johannes Wittmann und Felix Woppmann. Auf jeden Fall steht den Besuchern der weiteren Vorstellungen zwischen dem 26. und 30. Dezember viel Spaß bevor.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.