18.02.2018 - 14:52 Uhr
Georgenberg

Übung Eisrettung verlangt vollste Konzentration Helfer auf dünnem Eis

Trotz Temperaturen im Minusbereich und zugefrorenen Weihern kann das Betreten der Eisfläche lebensgefährlich sein. Denn die Gefahr einzubrechen ist groß.

von Josef PilfusekProfil

Die Feuerwehr Neudorf, die Wasserwacht-Ortsgruppen Vohenstrauß, Weiden und Weiherhammer sowie die Helfer vor Ort aus Georgenberg haben die winterlichen Verhältnisse am Samstag für eine große Einsatzübung "Eisrettung" genutzt. Ein entscheidender Faktor bei der Rettung ist die Zeit.Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke - meist ein bis zwei Grad Celsius - entzieht dem Körper rasant die Wärme, und das 27 Mal schneller als an der Luft. Deshalb ist es äußerst wichtig, unverzüglich die professionelle Wasserrettung zu alarmieren.

Trotz aller gebotener Eile ist jedoch die Eigensicherung unerlässlich, und die heißt: Rettungswesten anlegen und, wenn vorhanden, Wasserretter-Anzug anziehen. Die Einsatzkräfte dürfen nur mit Leinen gesichert auf das Eis.Ein großer Vorteil ist es, wenn leichtgewichtige Kräfte eingesetzt werden. Kräftig und konditionell fit müssen sie aber sein. Viel Theorie gab es zu Beginn der, als Thomas Heibl, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht, und Andreas Artinger, stellvertretender Technischer Leiter der Vohenstraußer Wasserwacht, das Wichtigste erläuterten.

Die Rettungskräfte hatten aufmerksam zugehört und setzten die Theorie in die Praxis um, als sie die im Eis des Weihers der Familie Woppmann in Neudorf eingebrochenen Matthias Käß und Dennis Begen aus Weiherhammer sicher ans rettende Ufer brachten. Artinger und Martin Frischholz standen in ihren Wasserretter-Anzügen zur Seite.

"Die Kooperation mit der Feuerwehr hat bestens funktioniert", lobten Artinger und Heibl das Zusammenspiel mit dem Team um die Kommandanten Andreas Götz und Alexander Pilfusek. Dabei wiesen die Experten unter anderem auf die zweifache Sicherung hin. Schließlich gaben sie noch Tipps zur Behandlung von Verletzten und appellierten an die Bevölkerung, auf eine Mindeststärke des Eises von acht bis zehn Zentimetern zu achten.

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