Verein Hoffnung für Menschen e. V. fördert seit zwölf Jahren Projekte in Indien
"Jeder Cent wertvoll"

Angelika Taube (Mitte) freut sich mit den Kindern und Jugendlichen, wenn die Hilfsaktionen des Vereins Hoffnung für Menschen e. V. in Indien Früchte tragen. Seit inzwischen zwölf Jahren unterstützt der Verein zahlreiche Projekte. Bild: pi
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Georgenberg
09.12.2016
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Angelika Taube, eine einer stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Hoffnung für Menschen, freute sich mit ihrem Partner Dr. Anton Arnold (beide hinten) über strahlende Augen von Kindern und Jugendlichen. Bild: pi

Bereits Mutter Teresa wusste es. "Jeder Tropfen im Ozean ist wichtig", sagte die von Papst Franziskus inzwischen Heiliggesprochene einmal. Das ist seit inzwischen zwölf Jahren auch das Anliegen des Vereins Hoffnung für Menschen e. V.

Neukirchen zu St. Christoph/Weiden. "Jeder Cent ist wichtig und kommt den hilfsbedürftigen Menschen in Indien 100-prozentig zugute", unterstreichen Vorsitzender Thomas Ebnet und seine Stellvertreterinnen Theresia Rewitzer und Angelika Taube. Gerade zu Weihnachten heißt es für Geistlichen Rat Antony Soosai: "Liebe und Hoffnung schenken." Dabei verweist er auf die Aussage von Phil Bosmans "Jedes Herz kann eine Krippe sein, in dem die Liebe geboren wird". Genauso versteht Neukirchens Pfarrer auch das Engagement des Vereins. "Wie der Name schon ausdrückt, schenkt dieser Hoffnung für Menschen in Not in Südindien, vor allem in der Diözese Kottar."

Sowohl für Soosai als auch für Pfarrvikar Julius Johnrose und das gesamte HfM-Team gelten die Prinzipien "Hilfe zur Selbsthilfe" und "Zukunft durch Bildung. Davon überzeugen sich Ebnet und seine Mitstreiter immer wieder an Ort und Stelle. 32 Frauen und Männer, nicht nur Vereinsmitglieder, haben sich beispielsweise im Februar dieses Jahres auf die Reise nach Indien gemacht. "Wir haben wie immer festgestellt", dass die Spenden zu 100 Prozent ankommen", sagt Taube, während Ebnet betont: "Die Kosten trägt jeder Teilnehmer selbst." Für Theresia Rewitzer "ist jeder Cent, den wir dafür investieren, wertvoll. Es kommt so viel zurück von den Menschen."

Keine Schulpflicht

Als Beispiel nennt Soosai die Tatsache, "dass jetzt 31 Mädchen und Jungen in eine Berufsschule oder auf ein College gehen können". Das ist besonders wertvoll, weil es in Indien keine Schulpflicht gibt. "Deshalb ist eine Berufsausbildung auch sehr teuer", ergänzt der Geistliche Rat. Dazu kommt seinen Informationen zufolge die Ausbildung von 229 Slumkindern sowie weiteren etwa 200 Mädchen und Jungen, die eine Berufsausbildung absolvieren. "Dazu fehlen derzeit 27 000 Euro", bedauert er.

"Helfen sie mit einer Patenschaft und sichern sie damit Existenz, Ernährung, Schul- und Berufsausbildung", wünschen sich die HfM-Vertreter. Für sie ist Bildung der einzige Ausweg aus Armut. Während laut Rewitzer Kinder-Patenschaft "fast Selbstläufer" sind, ist bei Familien-Patenschaften noch Luft nach oben. Damit könnten sich nach Taubes Aussagen Familien eine Existenz aufbauen, und Slum-Kinder könnten aus der Isolation befreit werden.

Ebnet, seit 2008 an der Spitze des Vereins, weiß um die mitunter prekäre Situation vieler Familien, vor allem, wenn der Ehemann und Vater ums Leben gekommen ist. "Das passiert leider immer wieder, viele Männer verdienen nämlich als Fischer den Lebensunterhalt für die Familie." Soosai ergänzt den Hinweis, "dass die Witwen in Indien keine Rente erhalten". Sie werden oft alleingelassen und leben am Rande der Gesellschaft", so Taube. Umso mehr freut es Rewitzer, "wenn wir dann sehen, wie sich die Kinder entwickeln".

Bei Besuch überwältigt

Mit 60 Euro im Jahr kann etwa einem Kind in den Slums ein Schulbesuch ermöglicht werden. "Derzeit betreuen wir zwei Slums", informiert Ebnet, der besonders dankbar ist, "dass aus einem Slum bereits alle Kinder zur Schule gehen. Das hat uns alle bei unserem Besuch überwältigt." Als wichtige Projekte bezeichnet der Vorsitzende den Bau einer Multifunktionshalle im Kinderdorf "Manakudy" oder ein gemeinsames Ferienprogramm unter der Leitung von Lehrerinnen und Partnern. "Wir halten gerne Vorträge, auch in kleineren Gruppen", lässt Taube wissen. Wer die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann das mit einer Mitgliedschaft oder mit Patenschaften und Spenden tun. Das Konto bei der Volksbank Nordoberpfalz in Weiden: IBAN DE75753900000001020102.

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Weitere Informationen:

www.hoffnung-fuer-menschen.de
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