05.03.2004 - 00:00 Uhr
GleiritschOberpfalz

Irina Zacharias referiert beim GOV Gleiritsch - Vom Schwarzen Prinz und Grünem Zebra Tomatenzüchterin aus Leidenschaft

Die Frauenpower beim Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein ist deutlich zu spüren. Dies fiel auch Bürgermeister Hubert Zwack auf. "Der GOV leistet als ein etablierter Verein unserer Gemeinde einen großen Beitrag zur Ortsverschönerung, aber auch zum gesellschaftlichen Miteinander", lobte er.

von Christof FröhlichProfil

Im Namen aller Bürger dankte der Rathauschef bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Leipold für die Arbeit des GOV. Vorsitzende Rita Schwandner erinnerte an zwei gut besuchte Bastelkurse sowie an den Vereinsausflug nach Landshut mit dem Besuch des Garten-Festivals, an die Herbstversammlung im Sportheim mit Ehrungen und einem Vortrag, aber auch an die Teilnahme am Faschingszug und als "Verpflegungstrupp für Kaffee und Kuchen" beim Bederleitnfest.

Erlös für Vereinshaus

Der Erlös daraus wird der Vereinsgemeinschaft für das Haus am Badeweiher zur Verfügung gestellt, das in diesem Jahr eingeweiht wird. Auch die Kinder hatte der Verein mit der Ausgabe von Kürbispflanzen in das Gartenjahr eingebunden. Bei der Prämierung im Herbst erreichte der größte Kürbis immerhin das stolze Gewicht von 25,6 Kilogramm. Neben weiteren Aktionen wurde die Verschönerung des Ortes durch Pflege und Bepflanzung von örtlichen Grünflächen aber auch durch die Verschönerung der eigenen Anwesen sehr ernst genommen. Eine Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille bei der Blumenolympiade waren für die daran Beteiligten der Lohn.

Natürlich ist es auch Ziel das "eigene Haus" des Vereins, für den immer noch ein Name gesucht wird, noch mehr zu verschönern und es schon von außen her erkennbar zum "Gartler-Haus" zu machen. Bei elf Neuaufnahmen zählt der GOV nun 144 Mitglieder. Nach dem Kassen- und dem Kassenprüfbericht erfolgte die Entlastung der Schatzmeisterin Maria Zinkl. Auch für 2004 hat sich der GOV mit dem Bau eines Weiden-Iglu auf dem Bolzplatz am Badeweiher, einer Radtour ins Blaue, der Teilnahme an allen gemeindlichen Vorhaben und den Lehrfahrten zur Landesgartenschau nach Burghausen und zum Battenhof zu Irina Zacharias viel vorgenommen.

Über 100 Sorten

Tomaten in allen nur erdenklichen Farbnuancen funkelten dann auch gleich beim Vortrag von Irina Zacharias vom Battenhof bei Maxhütte-Haidhof von der Leinwand. Sie hat schon von Kindesbeinen an durch ihre Eltern in Moskau jede Menge "tomatöse" Erfahrungen gemacht und züchtet jährlich über 100 Tomatensorten und verfügt über 450 verschiedene Tomatensorten. Großen Wert legt die Tomatenzüchterin aus Leidenschaft dabei auf den Erhalt guter alter Sorten und einer größtmöglichen Artenvielfalt.

Sie wachsen und gedeihen in ihrem Anwesen eigentlich überall. Ob in der Wohnung, am Hauseingang, im Gewächshaus, unter Folie oder im Freiland, überall "tomatet" es. Viele ihrer Tomatensorten, so Irina Zacharias, hat sie aus ihrer Heimat Russland mitgebracht, doch bei ihr sind Sorten aus aller Herren Länder zu finden. Die größte von ihr gezüchtete Tomate hatte ein Gewicht von 1200 Gramm, viele haben zwischen 400 und 600 Gramm.

Artenvielfalt

Bei Namen wie Japanische Trüffel, Grüne Zebra, Schwarzer Prinz, dunkle Sibirische, Ponderosa oder Old Germany, muss nicht unbedingt gleich an Tomaten gedacht werden, doch die Artenvielfalt ihrer roten, gelben, grünen, orangen, braunen und weißen Tomaten ist so groß, dass der Laie dabei den Überblick verlieren könnte.

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