09.01.2014 - 00:00 Uhr
GleiritschOberpfalz

Grüne Woche in Berlin: Der Dorfladen Gleiritsch präsentiert sich in der Halle "Lust aufs Land" Lebensqualität mit "Tante Emma"

"Vielfalt verführt" ist ein Slogan der "Grünen Woche", zu der vom 17. bis 26. Januar über 400 000 Besucher in Berlin erwartet werden. Die Vielfalt der von Bürgern oder Gemeinden geführten Dorfläden als multifunktionale Nahversorger und Dienstleister wird unter Federführung des Dorfladen-Netzwerkes in der Halle 4.2. "Lust aufs Land" präsentiert.

Der Dorfladen Gleiritsch zählt zu den zwölf Dorfläden, die in Berlin ihre Konzepte und Erfahrungen präsentieren. Bild: Dorfladen (hfz)
von Redaktion OnetzProfil

Der Dorfladen Gleiritsch gehört zu den zwölf Dorfläden und Gründungs-Initiativen aus Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die in Berlin ihre Konzepte und Erfahrungen bei der Sicherung der Nahversorgung und Lebensqualität vorstellen.

Dramatisch gesunken

Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte ist seit 1970 von damals 160 000 auf weniger als 39 000 im Jahre 2012 dramatisch gesunken. Acht Millionen Bundesbürger gelten als unterversorgt. Die Zahl der Einkaufsfahrten hat sich verdoppelt, die Wege zum Einkaufen werden immer länger. 70 Prozent der kleinen Dörfer in Bayern haben keinen Lebensmittelladen mehr. Was vor eineinhalb Jahrzehnten zaghaft begann, ist zum neuen Trend geworden. Immer öfter nehmen engagierte Bürger sowie aktive Kommunalpolitiker und Bürgermeister das Heft des Handels in die Hand und gründen Dorfläden als Selbsthilfeeinrichtung. "Eigeninitiative statt Unterversorgung" lautet das Motto zu Beginn.

Nach erfolgreicher Eröffnung eines Dorfladens als dörfliche Gemeinschaftsleistung können engagierte Einwohner und Gemeinden täglich Lebensqualität für die Menschen und Zukunftsfähigkeit für das ganze Dorf ernten. Über 200 von Bürgergesellschaften, Genossenschaften, Vereinen oder Gemeinden geführte Dorfläden gibt es inzwischen. "Nur eine Handvoll war nicht erfolgreich", berichtet Dorfladen-Unternehmensberater Wolfgang Gröll aus Starnberg. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und den ländlichen Raum organisiert das im niedersächsischen Otersen ansässige Dorfladen-Netzwerk jetzt die erste gemeinsame Messe-Präsentation von Dorfläden aus drei Bundesländern.
Zu finden sind die Dorfläden in Halle 4.2. "Lust aufs Land" auf dem Stand 103. Am Nachbar-Stand präsentieren die Ost-Sparkassen ihr Pilot-Projekt "Große Emma". Wenige Meter weiter geht es auf der LandSchau-Bühne jeden Tag auch um "Tante Emmas Töchter". Das Dorfladen-Netzwerk kooperiert für das Bühnenprogramm sogar mit dem Deutschen Landkreistag und die täglichen Gesprächsrunden werden im Bühnenprogramm von den Fernseh-Moderatorinnen Heike Götz und Petra Schwarz moderiert.

Die Gemeinschaftsschau "Lust aufs Land - gemeinsam für die ländlichen Räume" in Halle 4.2. präsentiert die Vielfalt ländlicher Regionen, die Leistungen, die sie für die Gesellschaft erbringen und die Herausforderungen, denen sich die Menschen im ländlichen Raum gegenübersehen. Weitere Infos gibt es auf der Seite www.dorfladen-netzwerk.de/gruene-woche-berlin-2014.

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