20.03.2018 - 17:58 Uhr
Gleiritsch

Gemeinderat Gleiritsch muss nach Defizit handeln Wassergebühren angepasst

Mit zwei Bauanträgen startete die jüngste Gemeinderatssitzung in Gleiritsch. In einer Bauvoranfrage wollte Stefan Reitsam aus Pfreimd wissen, ob er in Bernhof ein Wohnhaus mit Nebengebäuden für landwirtschaftlichen Nebenerwerb errichten darf. "Seitens der Gemeinde besteht kein Einwand, die Genehmigung liegt im Ermessen des Landratsamtes", erklärte Bürgermeister Hubert Zwack. Einstimmig abgesegnet wurden die Sanierung des Daches sowie der Umbau des Dachgeschosses, der Neubau eines Erkers und der Anbau eines neuen Treppenhauses an das bestehende Wohnhaus durch Elisabeth Elsner.

Da in den letzten vier Jahren ein Defizit entstanden ist, die Gebührenkalkulation aber kostendeckend gestaltet sein muss, kam der Gemeinderat um eine Erhöhung des Wasserpreises nicht herum. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Die Bebauungspläne "Am Vogelherd" und "Am Schlehenweg", die aus den 1970er-Jahren stammen, sollten aufgehoben werden, erklärte der Bürgermeister in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Die Festsetzungen sind nicht mehr zeitgemäß und es ist nahezu eine komplette Bebauung gegeben. Das Gremium sah dies als sinnvoll an und beauftragte die Verwaltung, das Verfahren in die Wege zu leiten. Zum Erlass einer Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung für Wasser und Entwässerung, einer reinen "Formalie", nahm Verwaltungsleiter Anton Brand Stellung: "Gestrichen soll in der geänderten Satzung werden, dass der Erstattungsbetrag vom Zeitpunkt der Entrichtung des ursprünglichen Betrags zu verzinsen ist." Kämmerin Regina Hildebrand führte im nächsten Punkt aus, dass in den letzten vier Jahren ein Defizit beim Wasser entstanden ist, die Gebührenkalkulation aber kostendeckend gestaltet sein muss. Nachdem zwei Alternativen diskutiert waren, einigte man sich, die Grundgebühr bis fünf Kubikmeter von 60 auf 100 Euro und ab fünf Kubikmeter von 80 auf 120 Euro zu erhöhen. Für den Kubikmeter Wasser sind anstatt 1,19 Euro künftig 1,63 Euro zu bezahlen. Als Jugendschöffen wurden Vanessa Liesaus und Johann Zeus vorgeschlagen. Zum Mobilitätskonzept, das vom Landkreis erstellt wird und in dem bereits vorläufige Fahrpläne für Rufbusse erarbeitet wurden, hatte das Gremium keine Änderungswünsche. Der Bürgermeister gab nichtöffentlich gefasste Beschlüsse bekannt: Die Firma Ludwig Schierer, Cham, erhielt den Auftrag zur Dämmung der obersten Geschossdecke im alten Schulhaus (Angebotssumme 7709 Euro). Der Auftrag für die Prallwand der Turnhalle ging an die Firma Reder, Neubrandenburg (21 300 Euro).

Der Bürgermeister informierte die Räte, dass die Firma Huber Frostschäden beseitigt und Straßenarbeiten ab 9. April ausführt. Die Mängelbeseitigung beim Breitbandausbau ist je nach Witterung baldmöglichst vorgesehen.

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