Demografischer Wandel fordert Solidarität - Viele Handgriffe, die keine Kasse zahlt
Krankenpflege wichtiger denn je

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Gleiritsch
06.07.2017
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(akp) "Die Krankenpflegevereine in den Pfarreien Altendorf, Gleiritsch, Oberviechtach, Pullenried, Schönsee, Stadlern, Teunz und Winklarn leisten seit über drei Jahrzehnten hervorragende Arbeit für die Pflegebedürftigen in den jeweiligen Gemeinden", sagt Pflegedienstleiterin Christiane Böhm von der Caritas-Sozialstation Oberviechtach. Beim KPV Gleiritsch machte sie deutlich, warum das so ist.

Durch die Unterstützung des Krankenpflegevereins könne die Sozialstation kranken und hilfsbedürftigen Menschen die Möglichkeit geben, im gewohnten familiären und sozialen Umfeld zu leben, so die Fachfrau. Zum Leistungsspektrum zählen viele Bereiche, wie die Grundpflege, Behandlungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Urlaubs- und Verhinderungspflege. "Jeden Dienstag findet eine Betreuungsgruppe statt, in der Fragen der Pflegebedürftigen oder von Familienmitgliedern beantwortet werden können", informierte Böhm. Beratungseinsätze für pflegende Angehörige, Hausnotruf und Hospiz zählen zu der Angebotspalette der Caritas-Sozialstation.

Die Referentin berichtete, dass derzeit im Altlandkreis Oberviechtach (mit Altendorf) 127 Patienten von 31 Mitarbeitern häuslich betreut werden. "Bis zu einhundert Euro monatlich übernimmt der Krankenpflegeverein von den Kosten, die von der Pflegekasse nicht getragen werden", so die Referentin. Um sich die Leistungsdichte der Caritas-Sozialstation vorstellen zu können, zeigte Böhm an Zahlenbeispielen aus der Gemeinde Gleiritsch, die Leistungen des Krankenpflegevereins auf.

So wurden hier im Jahr 2014 alleine 15 Patienten in 14 881 Verrichtungen betreut. 2015 waren es 13 Pflegebedürftige mit 11 201 Verrichtungen. Im Jahre 2016 gab es 11 Betroffene mit 3 467 Verrichtungen durch die ambulanten Schwestern der Caritas. Die Tendenz sei in diesem Jahr wieder steigend, stellte sie klar. Der demografische Wandel mache auch in Gleiritsch und anderswo nicht halt. "Krankenpflege wird deshalb wichtiger denn je", so Böhm.

"Gerade junge Leute, die sich natürlich aufgrund ihres Alters kaum Gedanken über die Pflege machen, sind diejenigen, welche die Anliegen des Krankenpflegevereins durch eine Mitgliedschaft unterstützen sollten, zumal sie in jungen Jahren mit noch sehr geringen Beiträgen Mitglied werden können", meinte der neu gewählte Vorsitzende Pfarrer Johann Wutz. Er dankte Böhm für ihre fundierten Ausführungen. "Solidarität", so Pfarrer Wutz, "mit alten, kranken und hilfsbedürftigen Menschen gehört seit jeher zum Auftrag der Kirche, zur Caritas".
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