Gartenbauverein Gleiritsch will 200-Marke knacken
"Guter Boden" für Nachwuchs

Christine Sturm berichtete beim GOV über Effektive Mikroorganismen im Garten. Bild: sgs
Vermischtes
Gleiritsch
06.04.2018
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199 Mitglieder zählt der Gartenbauverein Gleiritsch. Um die 200-Marke möglichst bald zu knacken, ist der Verein auf Wachstum programmiert. Auf junge Familien wartet ein geselliges Programm und für alle Mitglieder interessant sind die Vorträge, wie aktuell über ein gesundes Bodenleben.

Vorsitzende Rita Schwandner berichtete von einem aktiven Jahr des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Gleiritsch. Der aktuell 199 Mitglieder zählende Verein konnte mit vielen Aktivitäten aufwarten: Das Aufstellen der Osterkrone auf dem Dorfplatz, die Kinderaktion "Wer hat den größten Krautkopf?", die Beteiligung mit einer gemischten Mannschaft am Vereineschießen des Eisstockvereins, der Italienische Abend am Dorfplatz und der Vereinsausflug zur Rosengärtnerei Kalbus.

Mit den Kindern wurden Hasen aus PET-Flaschen gebastelt, das Kraut im Herbst gehobelt und eingestampft und das Sauerkraut kurz vor Weihnachten verteilt. Die Vorsitzende bedankte sich bei der Vorstandschaft für die allzeit gute Zusammenarbeit. Den gleichen Dank richtete sie an Bürgermeister Hubert Zwack, die Gemeindearbeiter und an alle Mitglieder.

Ausblick auf 2018

Zweite Vorsitzende Susanne Gschrey gab noch einen kurzen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten, wovon etliche jedes Jahr im Kalender stehen (wie Italienischer Abend, ESV-Vereineschießen, Fahrt ins Blaue). Organisiert werden etliche Kinderaktionen, ein Erlebnisnachmittag für Kinder und Erwachsene zum Thema "Sehen mit Händen" und gleichzeitig die Ausgabe der Pflanzen für den Wettbewerb "Wer hat die größte Rote Bete?". Beim Backofenfest des Dorfladens ist ein Flohmarkt für Kinder vorgesehen, der Vereinsausflug führt zur Landesgartenschau nach Würzburg und die Herbstversammlung wartet mit dem Vortrag von Markusine Gutjahr zum Thema "Richtige Ernährung - Schlüssel zur Gesundheit" auf. Geplant ist auch der Besuch des Weihnachtsmarktes "Schweinhütt".

Bürgermeister Hubert Zwack bedankte sich beim GOV für die Pflege der öffentlichen Plätze und Flächen, da diese ein Aushängeschild für eine Ortschaft sind. Die Kinderaktionen seien ein Zeichen dafür, dass der Verein auch dem Nachwuchs das Thema "Garten" nahebringen möchte. Im zweiten Teil des Abends referierte Christine Sturm über "Effektive Mikroorganismen (EM)". Als Multimikrobenmischung von Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen (werden für Lebensmittelherstellung verwendet oder kommen in Sauerkraut, Bier, Joghurt vor) produzieren sie - wenn sie mit organischem Material zusammengebracht werden - eine Fülle von nützlichen Substanzen wie Vitamine, organische Säuren und Antioxidantien.

Optimale Bedingungen

Starke regenerative Kräfte, die durch die Symbiose der Mikroorganismen in EM erzeugt werden, entwickelten überraschende Wirkungen. "Gesundes Bodenleben wird so ermöglicht und damit optimale Wachstumsbedingungen", stellte Sturm fest. Viele Böden seien durch zu viel Dünger im Ungleichgewicht. EM sei ein Bodenhilfsstoff, der das biologische Gleichgewicht und einen gesunden Kreislauf herstelle. Es kann Mineralien aus dem Boden lösen und für Pflanzen verfügbar machen. Pilze wie Mehltau und Krautfäule würden zurückgehen, wusste Christine Sturm aus eigener Erfahrung zu berichten. Im Weiteren beschäftigte sie sich mit der Herstellung von "Bokashi". Darunter versteht man die Fermentation von Küchenabfällen oder auch Rasenschnitt unter Zuhilfenahme von Gesteinsmehl, EM und Pflanzenkohle. In die Beete eingearbeitet, entstehe im Laufe von Jahren eine ertragreiche, tiefgründige Humusschicht.
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