07.08.2017 - 17:04 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Deutsch-Amerikanisches Volksfest: Die Delle überwunden

Am Tag nach dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest strahlen die Verantwortlichen mit der Sonne um die Wette. Stadt, US-Armee und DAGA ziehen ebenso zufrieden Bilanz wie die Polizei.

Eine Attraktion von vielen: Die "Space Party" war wie auch die anderen Fahrgeschäfte meist gut belegt. Bild: rgr
von Redaktion OnetzProfil

DAGA-Präsident Helmuth Wächter freut sich besonders, dass sich nach dem Einbruch im Vorjahr die Besucherzahlen erholt haben. Und noch besser: "Die Besucher waren zufriedener. Sie haben das Angebot genossen", schildert der frühere Bürgermeister seinen Eindruck. Sein Nachfolger Edgar Knobloch glaubt sogar an einen Besucherrekord. Das hält auch der Chef der Eschenbacher Polizei für möglich. Eine genaue Schätzung will Werner Stopfer zwar nicht abgeben. "Aber die 100 000 Gäste aus früheren Jahren dürften wieder gekommen sein, vielleicht sogar mehr." Vor allem am Samstag und Sonntag war der Andrang groß.

Dennoch habe sich die Arbeit in Grenzen gehalten. "Volksfesttypische Sachbearbeitungen", Fund- und Verlustanzeigen, Platzverweise und von Eltern getrennte Kinder beschäftigten die Beamten. Darüber hinaus beschädigten Unbekannte zwei Wohnanhänger von Schaustellern, indem sie Bierflaschen dagegen warfen. Bei einem hochwertigen Wohnwagen entstand etwa 5000 Euro Schaden.

Ein 22-Jähriger wollte ohne Ausweis im Kofferraum eines US-Soldaten aufs Festgelände. Bei der Kontrolle flog er auf. Ihn erwartet eine Anzeige. Sonntagnacht beleidigte ein 23-Jähriger einen Sicherheitsmitarbeiter. Danach kam es zu einer Rangelei, bei der der Festbesucher auf den 48-Jährigen einschlug. Der Geschädigte erlitt Abschürfungen und Prellungen. Der Besucher hatte 1,9 Promille intus und wurde in Gewahrsam genommen. Ansonsten lobt Werner Stopfer das Zusammenspiel mit Militärpolizei, Rotem Kreuz und privatem Sicherheitsdienst. Der bessere Besuch habe sich auch bei den Einnahmen bemerkbar gemacht. Das lasse sich laut Helmuth Wächter schon absehen, auch wenn es noch keine Abrechnung gegeben hat. Knobloch hebt den Anteil der US-Armee am erfolgreichen Fest hervor. Er dankt der US-Führung.

Den Dank geben die Amerikaner postwendend zurück. BRK, Feuerwehr und die deutsche Polizei haben hervorragende Arbeit geleistet, sagt Pressesprecherin Susanne Bartsch.

Besonders hebt sie die Reiterstaffel aus München hervor, die nicht nur für Sicherheit sorgte, sondern als Fotoobjekt selbst zu den Attraktionen des Festes gehörte. 15 Einsatzkräfte und ein Notarzt des BRK mussten rund 200 Besucher versorgen, etwas weniger als im Vorjahr.

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