03.06.2013 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Christine Pfosch eröffnet Gruschladen - Ökumenischer Segen zur Einweihung "Sammelsurium" will helfen

Ergibt das Sinn, wenn der Gruschladen "Sammelsurium" neben dem Altenheim steht? Monsignore Karl Wohlgut sagt ja. Die einen schieben Dinge auf die Seite und werfen sie weg, während andere damit etwas Wunderbares und Wertvolles kaufen. Senioren haben ein wunderbares menschliches Gefühl sowie Erfahrung und Erinnerungen an alte Zeiten.

Monsignore Karl Wohlgut (links) und Pfarrer Dr. Andrè Fischer spendeten den Segen für den Gruschladen "Sammelsurium" von Christine Pfosch. Bild: rgr
von Renate GradlProfil

Der Gruschladen "Sammelsurium" erhielt am Freitag den kirchlichen Segen und zwar ökumenisch durch Monsignore Karl Wohlgut und Pfarrer Dr. André Fischer. "Es ist schön, dass es so etwas gibt", sagte Ruhestandspfarrer Karl Wohlgut bei der Einweihung zu Inhaberin Christine Pfosch. Er könne sich bei einem Blick auf ein Bild an seine Kinderzeit erinnern.

"Nichts ist verwerflich und alles, was Gott geschaffen hat, ist gut", verlas Pfarrer Dr. André Fischer das vierte Kapitel aus dem ersten TimotheusBrief. "Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der man den Dingen keinen Wert mehr beimisst", sagte der Pfarrer. Dabei müssten viele für einen Hungerlohn arbeiten. "Wir müssten dankbarer sein, denn jedes Produkt hat seinen Wert, auch wenn man sich gerade nichts Neues leisten kann. Wir müssen Ehrfurcht vor der Schöpfung und vor der Arbeitskraft der Menschen haben", so Fischer.

Der evangelische Pfarrer erwähnte auch den Laden der Sozialen Stadt, wo man sich sinnvoll engagiert. Der Gruschladen "Sammelsurium" sei eine wunderbare Ergänzung. Im Beisein des Stadtverbandsvorsitzenden Gerhard Mark und von Stadtrat Peter Lipiotta sowie von Vertretern der Raiffeisenbank segneten Wohlgut und Fischer den Laden sowie alle, die hier ein- und ausgehen.
Nach einer Autopanne kam Bürgermeister Helmuth Wächter etwas verspätet zur Einweihung. Er sprach Christine Pfosch seinen Dank und Respekt dafür aus, dass sie das Wagnis einging, einen solchen Laden zu eröffnen. Sie stehe vor allem den Mitbürgern zur Verfügung, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

"Juliane Schiffmann, die Mutter von Christine Pfosch, hat bereits viele Jahre einen Flohmarkt betrieben", so Wächter. Er bedankte sich für das Engagement der Tochter, die diese Branche bestens kenne. Wächter hoffte, dass der Laden gut angenommen wird.

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