Katholische Theatergruppe begeistert 1100 Zuschauer beim Stück: mehr blind dank Enkelkind
Magische Worte und Versteckspiele

Allerhand Irrungen und Wirrungen gibt es beim neuen Stück "Nicht mehr blind dank Enkelkind" von Wolfgang Bräutigam. Die Zuschauer jedenfalls hatten viel zu lachen. Bilder: rgr (2)
Kultur
Grafenwöhr
09.01.2017
135
0

Menschliche Enttäuschungen, Egoismus, Krankheit und Scheidung griff Autor Wolfgang Bräutigam beim jüngsten Stück der Katholischen Theatergruppe "Nicht mehr blind dank Enkelkind" auf. Humor und Versteckspiele im Schrank durften nicht fehlen. Ebenso die Sehnsucht nach den "drei magischen Worten".

(rgr) Bankdirektor Franz Heinzmann (Stephan Wolf) glaubt, das ewige Recht für sich gepachtet zu haben. Als Familienoberhaupt führt er ein strenges Regiment. Seine gesamte Familie leidet unter seiner Art - neben Ehefrau Gisela (Regina Bräutigam) vor allem Tochter Susanne (Lisa-Marie Specht). Da sie nicht den von ihrem Vater auserwählten reichen Ehemann heiraten wollte, hat er ihr vor Jahren die Koffer vor die Tür gestellt, ohne zu wissen, dass sie von ihrer Jugendliebe schwanger ist. Sohn Lukas (Florian Danninger) dagegen ist das Lieblingskind seines Vaters: Studium, erfolgreich im Beruf, "glücklich" verheiratet. Anlässlich der Familienfeier zu Franz' rundem Geburtstag kommt Sohn Lukas mit Lieblingsschwiegertochter" und Noch-Ehefrau Melanie (Marina Sollacher) zu Besuch. Gisela hat als Überraschung die verlorene Tochter eingeladen. Die bringt als Geschenk ihr mittlerweile zehnjähriges Kind mit, auf das aber Opa Franz erst noch vorbereitet werden muss.

Einer seiner besten Freunde, Metzgermeister Georg Becker (Wolfgang Bräutigam), hat ein vermeintliches Verhältnis mit seiner Frau. Und das aus reinem Eigennutz. Er will an ein Grundstück der Familie Heinzmann kommen, um seine Metzgerei vergrößern zu können. Dieses hat ihm Franz bisher verweigert. Auch der Postbote Hansi Schnell (Michael Bräutigam) macht sich Hoffnungen bei Gisela. Bevor am Sonntag die Familienfeier steigen kann, feiert Franz mit Stammtischbrüdern seinen runden Geburtstag. Dabei erleidet er einen Herzinfarkt, der ihn ins künstliche Koma zwingt.

Dazu wird ihm vom Schutzengel Michael(a) (Kerstin Fröhlich) zunächst als Geist auf Erden gezeigt, was er für ein unbeliebter Erdenbürger ist. Er muss ansehen und anhören, wie die Leute über ihn denken und reden. Mit Hilfe seines Enkelkindes Daniela (Hanna Krausch) wird er einsichtig. Nur sie kann er sehen und hören, da er sie noch nicht enttäuschen konnte. Daniela ist manches Mal zwar äußerst geschäftstüchtig, aber auch liebenswert und durch sie kommt eine Familienzusammenführung mit Opa, Oma, Mama und ihrem Papa (Michael Birner) zustande. Auch Lena (Iris Zechmayer) wird als neue Freundin von Lukas akzeptiert.

Die Laienschauspieler haben wieder ganze Arbeit geleistet. Neben dem bewährten Team gaben zwei Neulinge ihr Debüt: Kerstin Fröhlich als Engel und die erst zwölfjährige Hanna Krausch, die das Publikum restlos begeisterte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.