08.01.2018 - 15:34 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Katholische Theatergruppe begeistert Publikum mit "Currywurst und Kaviar" Begeisterungsstürme für Patrona Knackfrisch

"Currywurst und Kaviar": Darauf würde nicht einmal ein Henssler oder Schuhbeck kommen - die katholische Theatergruppe aber sehr wohl. Diese Kombination steht von Donnerstag bis Sonntag im Jugendheimsaal auf der "Speisekarte", die Zuschauer werden schon mal mit Würsten "bombardiert".

von Renate GradlProfil

Die Komödie, die die katholische Theatergruppe auf die Bühne brachte, stammt von der Autorin Beate Irmisch. Sie handelt von dem in finanzielle Nöte geratenen Grafen Leopold von Schippenstiel (Felix Wolf).

Nicht einmal das Geld für das Heizöl ist vorhanden, woran Graf Poldi nicht ganz unschuldig ist. Wettschulden und Alimente sorgen für eine leere Kasse, so dass das Schloss der Adelsfamilie, in dem auch der Schimmel Einzug gehalten hat, verkauft werden muss.

Aber Gräfin Elli (Kerstin Fröhlich) hat die rettende Idee: "Biete Adelstitel gegen Geld." Moritz Knackfrisch (Florian Danninger), der Wurstkönig von Grafenwöhr, kommt ihr da gerade recht. Er würde sich adoptieren lassen und dafür ein schönes Sümmchen bezahlen. Nachdem er eine Einladung ins Schloss bekommen hat, taucht er auch gleich mit der gesamten Sippschaft dort auf: Hulda Knackfrisch (Sabrina Escher), Tochter Josefine (Marina Sollacher) und "Ömchen" Serafine (Regina Bräutigam) machen das Chaos perfekt.

Aber da gibt es auch noch Pfarrer Maifeld (Michael Birner), der aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Grafen dessen Alimente übernimmt, und seine Haushälterin Jolante (Lisa-Marie Specht), die wegen eines Hasenbratens das Pfarrhaus in Brand setzt und den Butler (Stephan Wolf) liebevoll "Johännchen" nennt. Dieser lädt zudem seinen Neffen Matthias (Michael Bräutigam) ins Schloss ein, der am Schluss für das "Happy End" verantwortlich ist.

Die Laienschauspieler sorgten allesamt einmal mehr für schallendes Gelächter bei den Zuschauern. Am Sonntag war auch Weihbischof Reinhard Pappenberger darunter, der 1984 der Initiator der Theatergruppe war. Die Rollen waren bestens verteilt.

Regina Bräutigam mimte mit gebücktem Gang und eine Zigarre paffend die schwerhörige alte Dame und erntete schon beim ersten Betreten der Bühne wahre Begeisterungsstürme. Einfach spitze! Wolfgang Bräutigam war dieses Mal in einer kleineren Rolle als Heizöllieferant und Schuldeneintreiber zu sehen. Aber als Theaterchef war er auch als Regisseur tätig.

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